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04.12.2023 Breaking News

Ge­sund­heits­re­form nut­zen für Post­vi­rus-Spe­zi­al­am­bu­lanz

PCR Test
"Long-Covid Betroffene brauchen adäquate Versorgung in Spezialambulanzen"
Kimbie Humer-Vogl

Die zahlreichen Corona- Infektionen der letzten Jahre haben bei vielen Menschen ein diffuses, über die Akutkrankheitsphase hinaus bestehendes Krankheitsbild hinterlassen, das als „Long_Covid“ diagnostiziert wurde. Die Symptome wie extreme Müdigkeit, geringe Belastbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schmerzen am ganzen Körper, sind für die Betroffenen extrem belastend und führen oft zu Arbeitsunfähigkeit. Durch die hohe Ähnlichkeit der Long-Covid Symptome mit dem schon länger als „Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatique Syndrom“ (ME/CFS) bekannten Krankheitsbildes, konnte rasch ein Behandlungsleitfaden entwickelt werden. Mittlerweile werden auch beide Krankheitsbilder unter dem Begriff „Postvirale Erkrankung“ subsummiert.

Trotz Behandlungsleitfaden tappen jedoch viele Long-Covid Patient*innen auf der Suche nach einer guten Behandlung noch im Dunklen. Auch in Salzburg, wo es noch sehr wenig Anlaufstellen für Patient*innen gibt. Ein untragbarer Zustand für die Betroffenen, aber auch eine Belastung für viele Arbeitgeber, die lange Krankenstände kompensieren müssen. Und die neuerliche Coronawelle, die sich gerade aufbäumt, lässt befürchten, dass viele weitere postviral erkrankte Patient*innen dazu kommen werden.

 

Die Betroffenen müssen sich in Salzburg oft noch ihr Behandlungsprogramm mehr oder weniger auf Eigeninitiative zusammenstellen und für die unterschiedlichen Beschwerden jeweils verschiedenen Spezialist*innen aufsuchen, anstatt an einer zentralen Stelle im Sinne eines >one-stop-shops< adäquat versorgt zu werden. Das belastet die Betroffenen zusätzlich und ist ihrer Gesundwerdung alles andere als zuträglich“, sagt die GRÜNE Gesundheitssprecherin Kimbie Humer-Vogl und fordert: „Diese komplexe Erkrankung erfordert eine Spezialambulanz, damit postviral erkrankte Personen, sei es Long-Covid Erkrankte oder ME/CFS-Erkrankte, an einer Stelle alle benötigten Behandlungen bekommen können. Dafür werden wir auch einen Antrag im Landtag einbringen.“

Die kürzlich vorgestellte Gesundheitsreform sieht vor, neben vielen anderen Verbesserungen, auch solche Spezialambulanzen zu unterstützen. Humer-Vogl freut sich: „Die Gesundheitsreform von Gesundheitsminister Rauch hat bereits optimale Vorarbeit geleistet. Die Spezialambulanzen werden ausgebaut und wir sollten das in Salzburg nutzen um auch eine Fachambulanz für postvirale Erkrankungen einzurichten.“ Eine solche Spezialambulanz könnte auch in Zusammenarbeit mit der angekündigten Errichtung eines Nationalen Referenzzentrums für postvirale Erkrankungen wichtige Daten für die weitere Behandlung von Erkrankten liefern und letztendlich vielen Menschen in Österreich zu einer besseren Gesundheit verhelfen.

Moritz Engel

Pressesprecher

[email protected]
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