GEWALT GEGEN FRAUEN AUCH IN ÖSTERREICH TRAURIGER ALLTAG
"Jede Frau in unserem Land muss sich sicher fühlen – im öffentlichen Raum und in den eigenen vier Wänden."
„Gewalt gegen Frauen kommt überall vor: zu Hause, auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch an Schulen und Universitäten und im Internet. Es kann jede Frau treffen. Für die psychische und physische Gesundheit bleibt eine solche Gewalterfahrung nie ohne Folgen und begleitet die Frauen oft ein Leben lang“, warnt LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag. Anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen sei es wichtig, zu sensibilisieren und darauf aufmerksam zu machen, dass Gewalt gegen Frauen auch in Österreich zum traurigen Alltag gehört.
Jede fünfte Frau Opfer von Gewalt
„Von den über 15-Jährigen ist jede fünfte Frau in Österreich körperlicher oder sexueller Gewalt ausgesetzt. Das ist eine alarmierende Zahl“, so die GRÜN-Abgeordnete. Es muss eine Selbstverständlichkeit werden, dass alle Frauen, die Gewalterfahrungen machen, auch rasche, unbürokratische und kostenlose psychologische Hilfe und Begleitung bekommen. Dass die bestehenden Rahmenbedingungen für Gewaltschutz und Gewaltprävention nun von der Bundesregierung überarbeitet werden, begrüßt sie: „Opferschutzorientierte TäterInnenarbeit ist wichtig – wenn sie in ausreichendem Ausmaß stattfindet und leistbar ist. Dass der Bund nun die Kosten für die mit dem Gewaltschutzpaket eingeführten Kurse für Gewalttäter übernimmt, ist ein wichtiger Schritt – ebenso wie die Aufstockung der Kursstunden von drei auf sechs aufgestockt.“
Pandemie verschärft die Situation von Frauen
Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass häusliche Gewalt gegen Frauen während der COVID-Pandemie zugenommen hat. „Der Druck auf Familien nimmt zu. Oftmals haben die betroffenen Frauen aufgrund der häuslichen Isolation kaum eine Möglichkeit, sich der Gewalt zu entziehen“, so Humer-Vogl. „Häusliche Gewalt geht oft auch mit emotionaler und verbaler Gewalt einher. Wir müssen weiterhin daran arbeiten, gewaltbetroffene Frauen und Mädchen noch besser zu unterstützen – unsere Bemühungen zur Bekämpfung körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt dürfen nicht nachlassen. Dazu gehören Aufklärung, Information und Prävention. Schon Jugendliche müssen ihre Rechte kennen, jede Frau sollte außerdem wissen wo sie Hilfe bekommen kann. Denn jede Frau in unserem Land muss sich sicher fühlen – im öffentlichen Raum und zu Hause“, betont Humer-Vogl.