GAME OVER FÜR KORRUPTION
Eine unabhängige Glücksspielbehörde ist ein weiteres Puzzleteil im Kampf gegen Korruption.
„Das Glücksspiel ist ein Milliardengeschäft – oftmals auf Kosten von Spielsüchtigen – das auch noch anfällig für Korruption ist“.
Für den GRÜNEN Sicherheitssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer ist das Glücksspielpaket, das heute von der Bundesregierung vorgelegt wurde, deshalb ein großer Wurf: „Damit gelingt in Österreich endlich ein klarer Paradigmenwechsel in der Glücksspielpolitik – nicht nur was den Schutz der Spieler*innen betrifft. Mit einer unabhängigen und weisungsfreien Glücksspielbehörde wird ein weiteres wichtiges Puzzleteil im Kampf gegen Korruption geschaffen.“
Mit unabhängiger Behörde Korruptionsfälle verhindern
Die Glücksspielindustrie habe sich laut Heilig-Hofbauer leider anfällig für Korruption gezeigt: „Die Politik kann das Geschäft mit der Vergabe nur einer Lizenz im Milliardenbereich steigern. Diese problematische Verflechtung wird nun aufgebrochen. Wir sagen Game Over für die Korruption“. Spenden, Sponsoring und Inserate von Glücksspielunternehmen an Parteien und politische Funktionäre sind künftig verboten. Zusätzlich werden die Glücksspielagenden aus dem Finanzministerium herausgelöst und einer unabhängigen weisungsfreien Glücksspielbehörde übertragen. Auch Werbung für das Glücksspiel soll es in Zukunft nur mehr eingeschränkt geben.
Kinder und Jugendliche werden besser schützen
Ein weiterer Fokus des Pakets liegt auf dem Jugend- und Spieler*innenschutz. Das betrifft insbesondere Glücksspiel-Elemente in diversen Online-Spielen, die oft von Jugendlichen gespielt werden. „Online-Games bei denen man Spielgewinne wie Leben, besondere Fähigkeiten, Waffen oder ähnliches kaufen kann, werden erstmals reguliert. Denn mit diesen Lootboxes werden oft schon Kinder an das Glücksspiel herangeführt“, so Heilig-Hofbauer. „Außerdem werden Spieldauer, Geschwindigkeit und Höchsteinsätze im Bereich des Automatenglücksspiels deutlich beschränkt. Damit werden die Suchtgefahr und der potenzielle finanzielle Verlust drastisch reduziert“. Diese Maßnahmen seien auch für die Situation in unserem Bundesland essentiell. Allein in Salzburg seien nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 5.000 Personen spielsüchtig: „Spielsüchtige zerstören in vielen Fällen nicht nur ihr eigenes berufliches, privates und finanzielles Leben, sondern auch das ihrer Angehörigen“, so der GRÜN-Abgeordnete. Dass Kinder und Jugendliche bei Online-Spielen in Zukunft besser geschützt werden sollen, ist für ihn ein wichtiger Schritt: „Sie werden im Internet oft an das Glücksspiel herangeführt und die Hemmschwelle für solche ‚Spiele‘ sinkt“, so Heilig-Hofbauer abschließend.