GRATISKINDERGARTEN: KINDESWOHL ALS OBERSTE PRIORITÄT
KO LAbg. Humer-Vogl: „Ein deutlicher Ausbau qualitativ hochstehender Betreuungsangebote ist für alle ein Gewinn.“
Die parteiübergreifende Einigung des Salzburger Landtages zugunsten einer kostenlosen Betreuung der Drei- bis Fünfjährigen stellt für LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubobfrau der GRÜNEN, „eine wichtige finanzielle Unterstützung für Familien“ dar, werde aber nicht reichen, um mehr Frauen die Rückkehr in den Beruf zu erleichtern. Dazu sei ein deutlicher Ausbau qualitativ hochstehender Betreuungsangebote notwendig, betonte Humer-Vogl, die sich in der Debatte zur heutigen Aktuellen Stunde wünschte, die Politik möge diesen Ausbau angehen, „ohne sich von familienideologischen Diskussionen à la FPÖ ablenken zu lassen“.
Der Gratiskindergarten ergänze die zahlreichen Anti-Teuerungs-Maßnahmen, die bisher ergriffen wurden, wie etwa die Ausweitung des Notfallfonds, die Anhebung des Heizkostenzuschusses oder die Erhöhung und Ausweitung der Wohnbeihilfe. Diese finanzielle Unterstützung sei gut und wichtig, könne aber nur wenig dazu beitragen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Denn, so Humer-Vogl: „Erstens besuchen jetzt schon die meisten der Drei- bis Sechsjährigen den Kindergarten. Und zweitens lassen die 20 Gratisstunden ohnehin nur eine Teilzeitbeschäftigung zu.“
Für die GRÜNEN-Klubobfrau habe die Politik deshalb noch einiges an Hausaufgaben zu erfüllen. An vorderster Stelle stehen für sie bessere Arbeitsbedingungen für Elementarpädagog*innen: „Wir müssen schauen, dass mehr Menschen gerne in diesen Job gehen und auch gerne dort bleiben“, betont Humer-Vogl. Attraktivere Rahmenbedingungen bedeuten „mehr Vorbereitungszeit, kleinere Gruppen, mehr Zeit für Elterngespräche, mehr Möglichkeiten neue innovative Betreuungskonzepte auszuprobieren“. Ergänzend sei eine Rekrutierungsoffensive gefordert. Ähnlich wie in anderen Branchen brauche es auch Überlegungen, von welchen Berufsgruppen Pädagog*innnen unterstützt werden könnten.
Wichtig bei allen Maßnahmen ist für die GRÜNEN-Klubobfrau, „dass das Wohl des Kindes oberste Priorität hat“. Denn eines sei auch klar: „Eltern, die wissen, dass ihr Kind optimal betreut ist, werden auch am Arbeitsplatz entspannter und leistungsfähiger sein.“ Mit einer guten Kinderbetreuung sei somit allen geholfen.