Größer denken, vorausdenken
Was die Nachnutzung des alten Feuerwehrhauses betrifft, ist die Gemeinde derzeit nicht in der Lage, größere Umbauten anzugehen. Damit die Räumlichkeiten nicht leer stehen, werden sie vorerst ohne größere Investitionen für Vereine und Gruppen nutzbar gemacht – eine sinnvolle Lösung. Darüber hinaus wäre aber wichtig, weiter vorauszuplanen: Die Gemeinde hat vor über zwei Jahren die Gebäude Bergstraße 4 und 4a gekauft – als „einmalige Chance“, aus mehreren Gebäuden in unmittelbarer Nachbarschaft etwas Tolles zu machen. Sogar ein über dem Verkehrswert liegender Preis wurde bezahlt. Jetzt ist es still geworden um dieses Projekt.
Die ÖVP plant, das alte Feuerwehrhaus Zug um Zug um zubauen – z.B. die Fahrzeughalle für die Musikkapelle und einen Mehrzweckraum im hinteren Bereich. Dagegen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Aber es werden dadurch Tatsachen geschaffen, die nicht mehr ohne finanzielle Verluste umkehrbar sind, wenn wir später die Gestaltung des gesamten Gebäude-Ensembles – Gemeindeamt, Mehr zweckhaus, Bergstraße 4 und 4a – angehen wollen. Ohne Gesamtplan wird alles nur Stückwerk.
Wir finden, es ist höchste Zeit, dass die Gemeinde – unter Einbeziehung der Bürger:innen – beginnt, Ideen zu entwickeln, was mit den Gemeindegebäuden künftig geschehen soll. Ein Architektenwettbewerb könnte helfen, diese Ziele professionell umzusetzen. Auch wenn die Umsetzung erst in zehn Jahren erfolgt: mit den Überlegungen zu beginnen, ist nicht zu früh!