GRÜN-ABGEORDNETER FÜR „GAME OVER“ DER ILLEGALEN AUTOMATEN!
"Die Spielsucht hat die Drogensucht in der Beschaffungskriminalität abgelöst.“ – Konsequentes Vorgehen der Behörden gefordert
Für ein schärferes Vorgehen der Behörden gegen das illegale Glücksspiel spricht sich der GRÜN-Abgeordnete Simon Hofbauer aus: „Mindestens 5.000 Salzburgerinnen und Salzburger müssen als glücksspielsüchtig eingestuft werden, diese Menschen stecken jeden Cent und damit ihre Existenz in die Glücksspielautomaten. Zu Recht wurden die Automaten deshalb verboten. Dass es trotzdem fast tausend davon in Salzburg gibt, ist nicht zu akzeptieren“, so Hofbauer, der die zuständigen Behörden auffordert: „Die illegalen Automaten gehören endlich rigoros beschlagnahmt.“
Das Problem „Spielsucht“ geht weit über die unmittelbar Betroffenen hinaus: Pro Spielsüchtigem ist ExpertInnen zufolge mit sieben Angehörigen und Bekannten zu rechnen, die von der Sucht massiv mitbetroffen sind. „In Salzburg bedeutet das, dass mindestens 35.000 Menschen unter den fatalen Folgen des Glücksspiels leiden“, erklärt Hofbauer.
Welches Ausmaß das Problem mittlerweile angenommen hat, zeigt sich für den GRÜN-Abgeordneten unter anderem am starken Anstieg der Beschaffungskriminalität: Das Glücksspiel hat hier die Drogensucht mittlerweile überholt! „Eine in der niederösterreichischen Jugendstrafanstalt Gerasdorf durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass 40 Prozent der Jugendlichen deshalb kriminell wurden, weil sie Geld fürs Glücksspiel gebraucht haben! Das sind Dimensionen, die nicht mehr zu ignorieren sind, da haben die Behörden akuten Handlungsbedarf.“
Eine Zählung aus dem Jahr 2012 ergab für Salzburg 830 illegale Glücksspielautomaten. „Das Gesetz erlaubt hier sowohl Beschlagnahmung als auch Betriebsschließungen. Zum Schutz der Betroffenen sollten die Behörden von diesen Möglichkeiten auch Gebrauch machen.“