Gute Gründe in Großgmain nicht zu Fuss zu gehen
Zu Fuß gehen und mit dem Rad fahren sind gesunde, soziale, emissionsfreie und kostengünstige Alternativen zum Auto. Wir wollten wissen, warum in einem idyllischen, kleinen Ort wie Großgmain wenig zu Fuß gegangen wird. Bei einem Lokalaugenschein am Wolfschwangweg haben wir gute Gründe gefunden, in Großgmain NICHT zu Fuß zu gehen.
DIE DATENAUFNAHME
Auf Grund fehlender Schutzmaßnahmen für Fußgänger*innen finden wir am Wolfschwangweg eine Mischnutzung der Straße vor. Das heißt PKW, Traktoren, Fahrräder und Fußgänger*innen nutzen
diese Fläche gemeinsam und nebeneinander. Laut Richtlinien für den Fußgänger*innenverkehr (RVS 03.02.12) ist die Verträglichkeit der Mischnutzung mit dem KFZ-Verkehr nur bei geringer Geschwindigkeit (<30km/h), ausreichenden Sichtbeziehungen zwischen den Verkehrsteilnehmer*innen und ausreichender Breite des Verkehrsraums gegeben.
DIE GEFAHRENSTELLEN
• Keine verträgliche Geschwindigkeit (40km/h statt <30 km/h)
• Engstellen beim aneinander Vorbeifahren
• ungeeignete Beleuchtung für den nächtlichen Fußweg (kaputte, alte Lampen; schlechte Platzierung)
• Mangelnde Sichtbeziehungen zwischen KFZ-Lenker*in und Fußgänger*innen
• Geschwindigkeitsübertretung auf Grund frühzeitiger Beschleunigung vor der Freifläche
• Gefahren durch Glatteis, Rollsplitt und zusätzlich durch Schnee beengte Stellen im Winter