GRÜNE ERNEUERN FORDERUNG NACH HITZEPLAN
Wer an diesen Tagen die Wetter-App in Salzburg öffnet, bekommt zumeist eine Extremwetterwarnung. Temperaturen über 30 Grad haben sich angekündigt. Die Folgen sind nicht nur in der Land- und Forstwirtschaft zu spüren, es trifft auch die Gesundheit vieler Salzburgerinnen und Salzburger. Die GRÜNE Gesundheitssprecherin Kimbie Humer-Vogl erneuert in diesen Tagen daher die Forderung nach einem Hitzeplan sowie Klimaschutzmaßnahmen: „Die schwarz-blaue Landesregierung nimmt sich dem Thema nicht an und ignoriert dabei die große Betroffenheit von vielen. Denn es sind die Menschen, die ohnehin nicht auf die Butterseite des Lebens gefallen sind, die am meisten unter der extremen Hitze leiden. In diesem Zusammenhang ist Klimaschutz auch Sozialpolitik.“
Hitzeschutzplan gefordert
Ähnlich wie bei der Hochwasserschutz wollen die GRÜNEN auch Schutzmaßnahmen für Hitzewellen. „Wir müssen die Menschen in diesen Zeiten unterstützen und das Thema ernst nehmen. Die 419 Hitzetote in Österreich im letzten Jahr sollen sich nicht wiederholen. Aber auch in diesen Tagen, wurde trotz Ankündigung der Extremwetter keine Vorbereitungen getroffen. Wir müssten in diesen Tagen Hinweisschilder zu kühle Orte aufstellen, kostenloses Wasser anbieten und Abkühlungen auf öffentlichen Plätzen sicherstellen“, beschreibt Humer-Vogl mögliche Maßnahmen. „Neben den Sofortmaßnahmen, braucht es auch eine langfristige Strategie. Städte und Gemeinden können ihre Plätze und öffentlichen Orte kühlend gestalten. Betonflächen, die sich stark erhitzen, haben in der Zukunft keinen Platz. Auch eine eigene Förderung für kühlende Außenjalousien muss angedacht werden.“
Klimaschutz ist Sozialpolitik
Gerade bei den Hitzewellen zeigt sich deutlich, dass von Armut betroffene Menschen deutlich mehr unter der Klimakrise leiden. „Wer kann sich in Salzburg eine Klimaanlage leisten? Wer kann das Wochenende in kühleren Regionen verbringen? Es leiden wieder einmal jene Menschen, die es schon schwer genug haben. Die in beengten Wohnverhältnissen leben, ohne Durchlüftungsmöglichkeiten, Balkon oder Garten. Das können beispielsweise Alleinerziehende, chronisch Kranke, von Armut betroffene oder ältere Personen sein. Nachdem die Klimakrise wegen der jahrelangen Blockadehaltung von der ÖVP nur halbherzig bekämpft wurde, muss die schwarz-blaue Landesregierung zumindest jetzt beherzte Strategien zur Klimawandelanpassung auf den Tisch legen“, schließt Kimbie Humer-Vogl ab.