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08.10.2020 Presseaussendung

EINHEITLICHE COVID-REGELUNGEN FÜR SCHULEN!

Eine Lehrerin steht lächelnd vor den Schülern ihrer Klasse

"Die Bildungsdirektion ist nun am Zug. Eltern brauchen klare Informationen, was bei einem Verdachtsfall zu tun ist."

„Es braucht dringend ein einheitliches Vorgehen der Gesundheitsämter und bessere Informationen für die Eltern. Derzeit sorgen die unterschiedlichen Vorgehensweisen beim Umgang mit Corona-Verdachtsfällen an den Schulen für große Verwirrung.“ LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubobfrau der Grünen im Salzburger Landtag, sieht nun auch die Bildungsdirektion am Zug, klare und einheitliche Regeln zu formulieren, an denen sich die Eltern gut orientieren können. „Es sind jetzt schon hunderte Kinder in häuslichem Unterricht und es ist davon auszugehen, dass uns diese Situation noch länger begleitet. Was es jetzt braucht, sind klare und verständliche Vorgaben, die für alle Schulen gleich sind.“ Das sei derzeit nicht der Fall.

Ständig wechselnde Vorgaben für Eltern unzumutbar 

Ein Problem seien die Quarantänemaßnahmen, die von den Gesundheitsbehörden der Bezirke unterschiedlich verhängt würden. „Neben dem Absonderungsbescheid (Quarantäne) gibt es die Verkehrsbeschränkungen, bei denen zwar die Schule nicht besucht werden und auch kein öffentliches Verkehrsmittel benutzt werden darf, unter anderem aber Sport im Freien mit Abstand erlaubt ist. Was zusätzlich für Verwirrung sorgt ist, dass beide Maßnahmen verhängt werden können, ohne dass die Schüler und Schülerinnen getestet werden“, erklärt die GRÜN-Abgeordnete. „Bei beiden Maßnahmen muss das Kind 10 Tage zu Hause bleiben und ein Fiebertagebuch führen.“ Gerade letzteres sei vielen Eltern nicht bekannt. „Viele Eltern und Lehrkräfte kritisieren auch die unterschiedliche Vorgangsweise bei der Testsituation. Von Testungen zu Hause über Teststraßen direkt an den Schulen oder Vorladungen ins Gesundheitsamt ist alles möglich. Das stellt die Eltern immer wieder vor organisatorische Herausforderungen.“ Geht es nach dem GRÜNEN Bildungssprecher LAbg. Heilig-Hofbauer sollen in Zukunft auch in Salzburg Gurgeltests durchgeführt werden: „Sie sind schnell, unkompliziert und gerade bei Kindern wesentlich leichter durchzuführen als Nasenabstriche.“

Unklarheit bezüglich Quarantänemaßnahmen bei erkrankten Familienmitgliedern

„Unklarheit besteht auch über die Quarantänedauer für Angehörige von Erkrankten“, sagt Humer-Vogl weiter. „In Salzburg gelten zum Beispiel für Familienmitglieder von positiv getesteten Personen oft 20 Tage Quarantäne, was für Familien eine Herausforderung darstellt.“ Die Kommunikation über mögliche Maßnahmen müsse verbessert werden, zeigt sich die Abgeordnete überzeugt. „Derzeit müssen sich die die Eltern aktiv – zum Beispiel auf Homepages, über Aushänge von Gesundheitsämtern etc. – informieren. Damit sind aber viele überfordert. Da braucht es eine bessere Kommunikation und klare Informationen zu den Testungen und ihren Konsequenzen.“

Schüler und Schülerinnen sowie Eltern brauchen Planungssicherheit

„Außerdem sorgen sich die Eltern um die Bildung ihrer Kinder. Im Sommersemester wurde der Schulbetrieb schon auf ein Mindestmaß reduziert, die Kinder sind aus ihren Routinen gefallen, Tests und andere Leistungsüberprüfungen haben nicht mehr stattgefunden“, so Humer-Vogl. „Und auch die Eltern stehen nun wieder vor der Herausforderung, parallel zu ihrem Beruf die Kinderbetreuung zu sichern. Sie brauchen einen Plan, wie sie durch den Winter kommen“, betont die Abgeordnete abschließend.

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

[email protected]
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