GRÜNE fordern Hausverbot für Großwildjäger
Auch heuer wurden auf der Messe „Hohe Jagd und Fischerei“ wieder Großwild-Abschüsse angeboten. Zur Wahl standen unter anderem Büffel, Krokodile, Leoparden, Nilpferde und Elefanten. Die Kosten liegen zwischen 8 und 28 Tausend Euro, Flug, Aufenthalt und Trophäen- Rücktransport inklusive. Auch wenn sich diese Reisen im legalen Rahmen abwickeln lassen, sind sie für die Tierschutzsprecherin der Grünen Kimbie Humer-Vogl ein absolutes No-Go. „Die Zeiten für Spaß und Spiel beim Töten von Tieren sind längst vorbei„, kritisiert die Abgeordnete und fordert: „Die Messe gehört der öffentlichen Hand, Angebote wie diese sind nicht mehr vertretbar und dürfen künftig keinen Platz in Salzburg mehr haben.“
Denn weder könne garantiert werden, dass die Tiere durch die ungeübten Jagd-Tourist*innen ethisch einwandfrei erlegt werden, noch kann ausgeschlossen werden, dass die Bestände der einzelnen Spezies dadurch nicht gefährdet werden. „Wer bedrohte Tiere schießen will, muss seit schwarz-blau ohnehin nicht mehr über die Grenze reisen, die Abschuss-Liste für geschützte Arten wird auch hierzulande immer länger. Sich am globalen Süden bedienen zu wollen, wo die Bedrohung durch Klimawandel und schrumpfenden Lebensräumen für viele Tiere zum zunehmenden Problem werden, sei schlichtweg unmoralisch“, so Humer-Vogl. „Wer den Tourismus in Afrika ankurbeln möchte, möge dies mit dem Fotoapparat anstatt des Schießgewehrs machen“, regt Humer-Vogl abschließend an. Und an die Landesregierung gerichtet: „Ich erwarte mir, dass diese Jagdsafari-Anbieter im nächsten Jahr dezidiert ausgeladen werden.„
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Moritz Engel
Pressesprecher
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