Hitzevorsorge für Kindergärten, Schulen, Seniorenwohnhäuser
Die vergangene Hitzewelle hat den Menschen in Salzburg deutlich vor Augen geführt, wie stark uns die Klimakrise bereits im Alltag trifft. „Wir alle haben in den letzten Wochen gespürt, was passiert, wenn wir auf die Folgen der Klimakrise nicht ausreichend vorbereitet sind. Besonders hart trifft es die Menschen in schlecht sanierten, überhitzten Seniorenwohnhäusern, Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern“, stellt die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold fest und macht klar: „Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. In den Krankenhäusern der SALK wird bereits am Hitzeschutz gearbeitet. Die Landesregierung hat jedoch auch Verantwortung für andere belastete Zielgruppen und darf da die Verantwortung nicht von sich schieben.“
Die Salzburger GRÜNEN fordern deshalb mit einem dringlichen Antrag im Landtag einen ganzheitlichen Hitzeschutz. Besonders im Blick haben die GRÜNEN Schulen und Kindergärten. Heiße Tage treten längst nicht mehr nur in den Ferien auf, sondern immer häufiger auch im Mai, Juni und September – also mitten im Schul- und Betreuungsbetrieb. „Kinder können in überhitzten Räumen nicht gut lernen und Pädagog:innen nicht gut arbeiten. Wer Bildung ernst nimmt, muss auch für Räume sorgen, in denen Lernen überhaupt möglich ist“, sagt Berthold. Die GRÜNEN fordern daher, Kindergärten und Schulen hitzefit zu machen: mit Außenjalousien, einer guten Trinkwasserversorgung, sowie der Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen und Fassaden.
Bei Seniorenwohnhäusern und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung gibt es ebenfalls einen großen Handlungsbedarf. „Die Menschen, die dort leben, können der Hitze oft den ganzen Tag nicht entkommen. Gerade ältere Menschen, pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung sind durch extreme Temperaturen besonders gefährdet“, betont Berthold. Die GRÜNEN fordern daher ab 2027 einen Schwerpunkt in der Sanierungsförderung für Hitzeschutz in Seniorenwohnhäusern und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung. Dazu gehören außenliegende Beschattung, kühle Aufenthalts- und Ruheräume, bessere Dämmung und Begrünung.
„Persönliche Wohnräume und Gemeinschaftsräume dürfen nicht zu gesundheitsbelastenden Hitze-Hotspots werden. Sie müssen Orte sein, an denen Menschen sicher und gut durch den Sommer kommen“, sagt Berthold. Hitzeschutz dürfe nicht an den finanziellen Möglichkeiten von Trägern, Gemeinden oder Bewohner:innen scheitern.
Abschließend hält Berthold fest: „Salzburg bleibt nur dann für alle lebenswert, wenn wir jetzt vorsorgen. Die Landesregierung muss ihre Hausaufgaben machen: weniger Beton, mehr Bäume und Schatten, kühlere Gebäude und konkrete Hilfe für die Menschen.“