GRÜNE fordern kühlere Straßen statt heißer Asphaltwüsten
In Österreich steht pro Person rund viermal so viel Verkehrsfläche wie Wohnraum zur Verfügung. In Salzburg sind drei Viertel dieser Verkehrsflächen versiegelt. Sie heizen Städte und Ortskerne auf, belasten die Gesundheit und verschärfen die Folgen von Starkregen.
Die Salzburger GRÜNEN bringen deshalb am kommenden Mittwoch einen Antrag zur Klimawandelanpassung im Straßenraum in den Landtag ein. Gefordert werden mehr Entsiegelung, Begrünung und versickerungsfähige Oberflächen bei Landesstraßen sowie bei vom Land mitfinanzierten Bauprojekten. Klubobfrau Martina Berthold stellt klar: „Unsere Straßen und Plätze dürfen nicht länger reine Hitze- und Betonflächen sein. Gerade ältere Menschen, Kinder und alle, die sich im Alltag viel draußen bewegen, spüren die Folgen der Klimakrise besonders stark.“
Konkret soll bei landeseigenen Bauarbeiten an Landesstraßen künftig geprüft werden, wo Flächen entsiegelt, begrünt oder mit wasserdurchlässigen Oberflächen gestaltet werden können. Auch bei Projekten, die das Land mitfinanziert – etwa bei Bahnhofsumbauten oder Park-and-Ride-Anlagen – sollen Begrünung und versickerungsfähige Flächen zum Standard werden.
„Wer heute Straßen baut oder umbaut, entscheidet mit, wie heiß unsere Ortskerne morgen sein werden. Jeder entsiegelte Quadratmeter hilft: gegen Hitze, gegen Überflutungen und für ein lebenswertes Salzburg“, so Berthold.