GRÜNE: STRENGERE INSERATENREGELN UND NEUE MEDIENFÖRDERUNG
Salzburg zeigt, dass es auch ohne Inserat-Orgien geht.
In der aktuellen Inserat-Debatte weist der GRÜNE Mediensprecher LAbg. Heilig-Hofbauer auf das Beispiel des Landes Salzburg hin: „Das Land Salzburg hat sowohl absolut als auch pro Kopf die niedrigsten Inserat-Ausgaben aller Bundesländer“. Konkret hat das Land Salzburg zwischen dem ersten Quartal 2020 und dem zweiten Quartal 2021 pro Einwohner*in 1,18 Euro für Inserate ausgegeben. Nach Salzburg folgen im selben Zeitraum die Steiermark mit 2,08 Euro, Kärnten mit 2,30 Euro und das Burgenland mit 2,95 Euro pro Einwohner*in im Vergleichszeitraum. Wien ist mit 19,10 Euro pro Einwohner*in mit Abstand Inserat-Kaiser unter den Bundesländern. Für Heilig-Hofbauer ist daher klar: „Salzburg zeigt, dass es auch ohne Inserat-Orgien geht!“ Grundlegende Änderung bei Medienförderung gefordert.
„Die Medien sind die vierte Macht und müssen unabhängig agieren können. Es muss in Zukunft sichergestellt werden, dass das derzeitige Verhältnis von Politik und Medien sich ändert und nicht mehr durch Abhängigkeiten gekennzeichnet ist“, so die Forderung von Heilig-Hofbauer. Die derzeitige Medienförderung müsse auf neue Beine gestellt werden: „Es kann nicht sein, dass die öffentliche Hand in Österreich mehr für Inserate als für die Medienförderung ausgibt. Dieses Missverhältnis muss umgekehrt werden. Eine neue – höhere – Medienförderung muss an Qualitätskriterien geknüpft werden. Gleichzeitig braucht es für Inserate Ausgabenobergrenzen und strikte Richtlinien“, so Heilig-Hofbauer abschließend.