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17.09.2025 Presseaussendung

GRÜNE informierten über giftige Ewigkeitschemikalien

"Es ist an der Zeit, dass auch Svazek das Thema endlich ernst nimmt."
Martina Berthold

Gestern Abend lud der GRÜNE Landtagsklub zu einer Informationsveranstaltung über PFAS, die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ ein. Neben einem Vortrag des renommierten Umweltmediziner Hans-Peter Hutter über die Risiken von PFAS wurden auch fünf PFAS-Selbsttest verlost und durchgeführt, mit denen Teilnehmer:innen prüfen lassen können, ob auch sie mit PFAS belastet sind. Die Blutproben werden in ein Labor in Belgien geschickt, in ein paar Wochen kommen die Ergebnisse zurück. „

PFAS sind mittlerweile überall – im Trinkwasser, in der Luft, in Alltagsprodukten. Auch in meinem Blut wurden PFAS nachgewiesen. Diese Stoffe sind eine zusätzliche Belastung für unsere Gesundheit. Wir dürfen nicht länger wegschauen“, betont die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold. „Der gestrige Abend hat bestätigt: Viele Menschen beschäftigen sich schon mit diesen giftigen Ewigkeitschemikalien. Es ist an der Zeit, dass auch Svazek dieses Thema endlich ernst nimmt“, so Berthold.

 

PFAS-Koordination in Salzburg dringend notwendig

Denn die zuständige Landesrätin Svazek schiebt die Verantwortung von sich. Die GRÜNEN fordern deshalb konkrete Schritte: Auf Landesebene soll dieses Thema endlich kompetent koordiniert werden. Denn aktuell werden Anfragen und Anliegen herumgeschoben. „Die Verantwortung wird im Umwelt-, Gesundheits- und Landwirtschaftsressort herumgereicht, ohne ins Handeln zu kommen. Eine ressortübergreifende, zentrale PFAS-Koordination wäre ein wichtiger Schritt, um den Schutz von Gesundheit, Wasser und Umwelt ernsthaft voranzubringen. Das Klimaschutzministerium hat diese Maßnahme bereits ausdrücklich empfohlen. Salzburg darf hier nicht länger schlafen“, so Berthold. Gleichzeitig braucht es mehr transparente Information für die Salzburger:innen, wo PFAS bereits nachgewiesen wurden und welche Risiken bestehen. Salzburg soll sich auch dafür einsetzen, dass die schädigenden Umweltgifte auf Bundes- und EU-Ebene verboten werden.

 

EU-Beschluss blockiert – Chemielobby bremst

Denn auf EU-Ebene ist der Widerstand der Europäischen Volkspartei (EVP) groß. Eigentlich will die EU 2026 ein Verbot von PFAS in Konsumprodukten vorlegen. „Die Konservativen kämpft offen gegen die neue Chemikalienverordnung“, kritisiert die GRÜNE EU-Abgeordnete Lena Schilling und fordert auch Agrarminister Totschnig auf, Verantwortung zu übernehmen „Die Gesundheit der Menschen muss Vorrang vor den Interessen der Chemielobby haben“, so Schilling und verweist auf das Rechercheprojekt „Forever Lobbying“, das aufdeckte, wie intensiv Industrieverbände gegen ein PFAS-Verbot auf EU-Ebene arbeiten. Journalist:innen aus 16 Ländern legten dar, mit welchen Mitteln versucht wird, politische Regulierungen zu verzögern oder zu verwässern. „Und als Politiker:innen haben wir einen klaren Auftrag: Unsere Aufgabe ist 
 

 

 

 

Für Rückfragen:
Moritz Engel
Pressesprecher
+43-680-1551562