GRÜNE kritisieren Svazeks Verharmlosung des Umweltgifts PFAS
Die jüngsten Berichte über PFAS-Funde in Salzburg haben berechtigte Besorgnis in der Bevölkerung ausgelöst. Die verharmlosende Reaktion der zuständigen Ressortchefin Marlene Svazek stößt bei den Salzburger GRÜNEN nun auf scharfe Kritik. „Dass die Umweltlandesrätin die berechtigten Sorgen der Salzburgerinnen und Salzburger als Hysterie abtut, ist bemerkenswert ignorant. PFAS sind keine eingebildete Gefahr, sondern ein ernstzunehmendes Risiko für unsere Gesundheit und unsere Zukunft. Diese Stoffe werden nicht umsonst Ewigkeitschemikalien genannt“, so die Klubobfrau der Salzburger GRÜNEN, Martina Berthold.
Die Ernsthaftigkeit der Lage zeigen nicht nur die Berichte über die belasteten Flächen am Brunauer Zentrum und den Feinstaub in Salzburg. Auch der aktuelle Bericht über die weiterhin ungelöste Situation am Flughafen macht deutlich, dass es höchste Zeit ist, Lösungen zu finden, statt das Thema zu ignorieren. Für Berthold ist klar: „Statt die Bevölkerung durch transparente Informationen, konsequente Untersuchungen und Vorsorgemaßnahmen zu beruhigen, versucht Svazek das Problem kleinzureden. Aber PFAS verschwinden nicht, nur weil die FPÖ nicht darüber reden will.“
Andere Länder gehen längst deutlich entschlossener vor. Dänemark hat die Zulassung für 23 Pestizidprodukte widerrufen. Frankreich hat ein Verbot für PFAS in mehreren Alltagsprodukten wie Kosmetik und Textilien beschlossen. Mehrere europäische Staaten treiben eine umfassende PFAS-Beschränkung auf EU-Ebene voran. „Während andere Staaten längst entschlossen handeln, verharmlost Svazek die Sorgen der Bevölkerung. Das ist genau die falsche Richtung. Die Umweltlandesrätin soll aufklären und an Lösungen arbeiten, statt abwiegeln“, so Berthold und informiert abschließend: „Im Salzburger Landtag wurde letzte Woche ein GRÜNER Antrag einstimmig angenommen: Die Landesregierung soll sich für eine rasche PFAS-Lösung in der Deponieverordnung einsetzen. Das wäre der Job der Umweltlandesrätin.“