Infobedarf: Long-COVID bei Kindern
An Long-COVID erkrankte Kinder und Jugendliche müssen rasch jede Hilfe erhalten, die sie kriegen können!
„Obwohl viele Kinder und Jugendliche von Long-COVID betroffen sind, fehlen Informationsangebote – nicht nur für Eltern, sondern auch für Ärzt*innen.“ LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, fordert mehr Aufklärung zu Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen. Der entsprechende Antrag wurde im heutigen Landtagsausschuss einstimmig beschlossen. „Es gilt, Eltern sowie Ärzt*innen und Psycholog*innen auf die Spätfolgen einer COVID-Erkrankung hinzuweisen, um deren Bewusstsein für diese Krankheit weiter zu schärfen.“
Krankheitsbild für Eltern nachvollziehbar machen
„Die Diagnose von Long-COVID ist nicht immer einfach zu stellen“, so Humer-Vogl. Laut Holger Förster, Kinder- und Sportarzt in Salzburg, hätten Kinder ein anderes Spektrum an Symptomen als Jugendliche. Bei Letzteren seien neben Müdigkeit und Konzentrationsstörungen sowie psychischen Problemen, auch Lungen- und Herzprobleme möglich. Mädchen seien häufiger betroffen als Buben. „Man darf Long-COVID bei Kindern und Jugendlichen keinesfalls unterschätzen“, warnt Humer-Vogl. Leider werde die Krankheit oft zu spät bemerkt, weil die Symptome eben so komplex sind. „Früh erkannt würde sie sich aber am besten behandeln lassen.“ Gerade deshalb sei mehr Aufklärung dringend notwendig.
Leitfaden zur Früherkennung entwickeln
Aufklärungsbedarf ortet die Klubobfrau neben den Eltern aber auch im Gesundheitswesen. Sie fordert deshalb außerdem, dass der Bund gemeinsam mit den Ländern und der Sozialversicherung einen eigenen Leitfaden zur Früherkennung und weiteren Behandlung von „Long-COVID“ bei Kindern und Jugendlichen entwickelt – und zwar für den niedergelassenen ärztlichen und psychosozialen Bereich.“ Auch Holger Förster von der Ärztekammer Salzburg sieht großen Bedarf für eine Long-COVID-Aufklärungskampagne für Eltern und Ärzt*innen gleichermaßen. Für Kimbie Humer-Vogl drängt die Zeit: „Die Betroffenen müssen rasch jede Hilfe erhalten, die sie kriegen können.“