GRÜNE nehmen Landwirtschaftskammer-Transparenz in die Hand
Nach beharrlichem Einfordern der Salzburger GRÜNEN wurde gestern im Salzburger Landtag ein wichtiger Schritt gesetzt, um für mehr Transparenz bei der Landwirtschaftskammer zu sorgen. Der nun beschlossene Antrag zeigt: Der Druck der letzten Monate hat gewirkt. „Wir fordern seit Ende 2023 mehr Transparenz bei der Landwirtschaftskammer. Schon damals haben wir mit einer Anfrage auf offene Fragen bei Finanzierung, Kontrolle und Aufsicht hingewiesen. Ein GRÜNER Antrag für mehr Transparenz wurde noch 2024 von ÖVP und FPÖ abgelehnt. Dass jetzt Bewegung in die Sache kommt, ist gut – aber zeigt auch, dass die Regierungsparteien zu lange weggeschaut haben“, so die Klubobfrau der Salzburger GRÜNEN, Martina Berthold.
Deshalb wollen die GRÜNEN die Transparenz nun selbst in die Hand nehmen. Andere Kammern wie Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer veröffentlichen ihre Rechnungsabschlüsse und Jahresvoranschläge jedes Jahr auf ihren Websites. So wird die finanzielle Lage der Kammern öffentlich und nachvollziehbar. Die Landwirtschaftskammer Salzburg tut das bisher nicht. „Wir fordern die Landwirtschaftskammer auf, ihre Rechnungsabschlüsse und Jahresvoranschläge ebenfalls zu veröffentlichen und endlich für echte Transparenz zu sorgen. Wer öffentliche Mittel erhält, sollte seine Bücher offenlegen“, fordert Berthold.
Die GRÜNEN kündigen an, notfalls selbst für Transparenz zu sorgen: „Wir werden mithilfe einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz die Rechnungsabschlüsse und Jahresvoranschläge der letzten Jahre anfordern. Und wenn die Landwirtschaftskammer den nötigen Transparenzanforderungen nicht selbst nachkommt, werden wir die Unterlagen veröffentlichen.“