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10.02.2025 Presseaussendung

Pestizid-Einsatz endlich transparent machen

"Pestizide sind eine Gefahr für Mensch, Natur und unser Trinkwasser."
Kimbie Humer-Vogl

Pestizid-Einsatz endlich transparent machen – Schutz für Umwelt und Gesundheit statt Geheimhaltungspolitik!

Niemand weiß genau, wie viele Pestizide in Österreich gespritzt werden und wo sie zum Einsatz kommen. Noch immer fehlt eine bundesweite Pestizid-Ausbringungs-Datenbank, die für Transparenz sorgen würde. Die GRÜNEN wollen diese Geheimhaltung zu beenden und fordern eine bundesweite Datenbank, in der alle Pestizid-Anwendungen eingetragen werden und alle nachschauen können, welche Chemikalien in ihrer Umgebung eingesetzt werden.

„Es ist ein Skandal, dass wir immer noch keine öffentlich zugänglichen Daten darüber haben, welche Pestizide in welchen Mengen auf unseren Feldern ausgebracht werden. Dabei steht längst fest: Pestizide sind eine Gefahr für Mensch, Natur und unser Trinkwasser“, kritisiert die GRÜNE Landtagsabgeordnete Kimbie Humer-Vogl scharf. Ein besonders alarmierender Fall ist Trifluoracetat (TFA) – ein Abbauprodukt vieler Pestizide, das nahezu unbegrenzt in der Umwelt verbleibt. TFA, auch „Ewigkeitschemikalie“ genannt, wurde von Deutschland als „fortpflanzungsschädlich“ eingestuft. Studien konnten es bereits im Grundwasser und in Trinkwasserproben nachweisen. Doch anstatt gegenzusteuern, lässt die österreichische Regierung weiterhin zu, dass diese gefährlichen Chemikalien in unsere Umwelt gelangen – ohne jede Kontrolle und ohne verpflichtende Dokumentation.

Wer verhindert Transparenz?

Eine Machbarkeitsstudie zur Einführung einer Pestizid-Ausbringungs-Datenbank wurde längst erstellt, doch statt für klare Verhältnisse zu sorgen, wurde sie nicht einmal offiziell kommuniziert. „Es drängt sich die Frage auf: Wer hat ein Interesse daran, dass Pestizide weiterhin ohne öffentliche Kontrolle eingesetzt werden können? Wer profitiert von dieser Intransparenz?“, fragt Humer-Vogl. Um endlich Licht ins Dunkel zu bringen, haben die GRÜNEN im Nationalrat sowie in allen Landtagen Anfragen eingebracht. Unteranderem soll in Erfahrung gebracht werden, wie viel der gefährlichsten Pestizide in Österreich jedes Jahr verkauft werden und wie oft und wie streng der Verkauf und die Anwendung von Pestiziden kontrolliert wird.

Forderung nach Datenbank

„Pestizide sind giftige Substanzen, die unsere Gesundheit und Umwelt belasten. Daher sollen alle Menschen in einer Pestizidanwendungs-Datenbank nachschauen können, welche Chemikalien in ihrer Umgebung ausgebracht werden. Auch Trinkwasserversorger sollen ständigen Zugriff auf aktuelle Daten haben, um die Ursache von Verunreinigungen leichter feststellen zu können“, so Humer-Vogl. Weiters fordern die GRÜNEN ein sofortiges Verbot von TFA-Pestiziden sowie ein ambitioniertes Reduktionsziel für alle anderen Pestizide. „Wir GRÜNE werden nicht ruhen, bis wir wissen, was auf unseren Äckern und in unserem Trinkwasser landet. Der Schutz von Mensch und Natur muss oberste Priorität haben“, so Humer-Vogl abschließend.

Die Machbarkeits-Studie finden Sie unter folgenden Link: https://dafne.at/projekte/psmdok
Die entsprechende Anfrage im Salzburger Landtag finden Sie unter folgenden Link: https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/3Session/175-ANF.pdf

Für Rückfragen:
Moritz Engel
Pressesprecher
+43-680-1551562