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20.08.2026 Presseaussendung

GRÜNE: Pflegeausbildung darf nicht zur Sackgasse werden

Gerd Altmann / Pixabay
"Schon wenige Monate nach der Pflegeplattform kommt die erste Krise. "
Kimbie Humer-Vogl

Als „pflegepolitisches Alarmsignal“ bezeichnet die GRÜNE Pflegesprecherin Kimbie Humer-Vogl die aktuelle Situation junger Pflegekräfte in Salzburg. Während viele Absolvent:innen der Pflegeausbildung keine Stelle im Spitalsbereich finden, fehlen in der Langzeitpflege weiterhin Fachkräfte und in Salzburgs Seniorenwohnhäusern sind Betten wegen Personalmangels gesperrt. Für Humer-Vogl ist die Situation ein Ergebnis fehlender Planung: „Wer Pflegekräfte ausbildet, braucht einen Plan, wo diese Menschen nach der Ausbildung gebraucht werden und welche Perspektiven sie in der Akutpflege genauso wie in der Langzeitpflege bekommen. Es ist aber offensichtlich nicht gelungen, in der Ausbildung die Langzeitpflege attraktiv genug zu vermitteln.

Die Langzeitpflege sei kein Bereich zweiter Klasse, betont Humer-Vogl: „In Seniorenwohnhäusern geht es längst nicht nur um Unterstützung im Alltag. Dort arbeiten Pflegekräfte mit Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen, schweren körperlichen Erkrankungen und komplexen Behinderungen. Dieser Bereich braucht mindestens so viel Expertise wie die Akutpflege. Genau deshalb fordern wir seit Langem eine echte Vertiefung und Spezialisierung für die Langzeitpflege.“ Ein bloßes „Zwischenparken“ junger Pflegekräfte in Seniorenwohnhäusern greift für Humer-Vogl zu kurz: „Wer junge Menschen gegen ihren Berufswunsch irgendwo unterbringt, riskiert, die gut ausgebildeten Pflegekräfte ganz zu verlieren. Dabei ist allen bewusst, dass wir diese Fachkräfte in Salzburg dringend brauchen.

Humer-Vogl fordert von der Landesregierung daher nicht nur eine rasche Lösung für die betroffenen Studierenden, sondern auch Klarheit darüber, was aus den Ergebnissen der Pflegeplattform geworden ist. „Die Pflegeplattform wurde groß angekündigt und nach nur wenigen Monaten taucht die erste Krise auf. Das zeigt: Schöne Prozesse und große Überschriften reichen nicht. Am Ende zählt, ob die Menschen gut gepflegt werden und ob junge Pflegekräfte eine echte Perspektive bekommen“, so Humer-Vogl abschließend.