Pläne von Wissenschaftsministerin Holzleitner bedrohen PMU
Mit scharfer Kritik reagieren die Salzburger GRÜNEN auf die Pläne von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner, öffentliche Finanzierungen für Privatuniversitäten künftig einzuschränken, den Ländern soll die finanzielle Förderung verboten werden.
„Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) ist kein Luxusprojekt, sondern ein Pfeiler für unsere Gesundheit in Salzburg. Wenn die finanzielle Unterstützung gekürzt wird, trifft das nicht nur die Forschung, sondern direkt die Ausbildung von dringend benötigten Ärztinnen, Ärzten und Gesundheitsberufen“, warnt Martina Berthold, Klubobfrau der Salzburger GRÜNEN. Mit über 5,7 Millionen Euro (Rechnungsabschluss 2025) investiert das Land Salzburg gezielt in die medizinische Ausbildung. Gelder, die nun durch die Pläne der Ministerin unter Druck geraten.
Die PMU leiste seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur medizinischen Ausbildung, zur Forschung und zur Gesundheitsversorgung weit über Salzburg hinaus. In Zeiten eines massiven Fachkräftemangels im Gesundheitswesen ist es unverständlich, ausgerechnet jetzt die finanzielle Grundlage von Bildungseinrichtungen zu schwächen. „Wir brauchen mehr Ärztinnen, Ärzte und Menschen in den Gesundheitsberufen, nicht weniger. Wer die PMU schwächt, schwächt den gesamten Wissenschafts- und Gesundheitsstandort Salzburg“, so Berthold weiter.
„Wer von starken Universitäten, Innovation und Fachkräftesicherung spricht, darf nicht gleichzeitig den Hochschulen die finanzielle Grundlage entziehen. Salzburg braucht eine starke PMU und einen starken Wissenschaftsstandort. Die angekündigten Pläne gehen in die falsche Richtung“, so Berthold, denn „Wer bei der PMU spart, spart bei den Ärzt:innen von morgen.“
Die Salzburger GRÜNEN fordern die Wissenschaftsministerin auf, diese gefährlichen Pläne zurückzunehmen. Gleichzeitig erwarten sie von Wissenschaftslandesrätin Gutschi, dass sie sich entschlossen für die Sicherung unserer Hochschulen und Fachhochschulen einsetzt, anstatt den Weg der Ministerin mitzugehen. Salzburg braucht eine verlässliche Perspektive für die Medizinerausbildung – statt politischer Experimente auf dem Rücken der Gesundheitsversorgung.