Skip to main content
    Barrierefreiheit
11.11.2020 Presseaussendung

GRÜNE: SCHULEN SOLLEN GEÖFFNET BLEIBEN

Zeichnung zweier lachender Schulkinder mit Schultasche

Alle anderen Maßnahmen ausschöpfen, bevor Schulen geschlossen werden

Die Diskussion über mögliche Schulschließungen beschäftigen derzeit viele Schüler*innen und Eltern gleichermaßen. „Die Schulen sollen so lange wie irgendwie möglich geöffnet bleiben“, stellt der GRÜNE Bildungssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer klar. „Es kann nicht sein, dass bestimmte Möbelhäuser XXXL-Eröffnungsparties feiern und tun als sei nichts gewesen, aber Schulen müssen schließen. Es werden wohl weitere Maßnahmen nötig, Schulschließungen müssen dabei aber die allerletzte Wahl bleiben.“

Dabei müsse auch das Alter der Schüler*innen berücksichtigt werden: „Die aktuellen Infektionszahlen zeigen auch in Salzburg, dass die Inzidenz mit dem Alter deutlich sinkt. Das heißt je jünger die Kinder, desto weniger Infektionen gibt es“, so Heilig-Hofbauer. Es gebe zudem andere Ansätze, wie man den Unterricht fortführen könne, so der Abgeordnete: „Flexible Schulbeginn- und -endzeiten, eine Teilung in Gruppen oder ein Lernstationenbetrieb könnten für die notwendige ‚Verdünnung‘ sorgen“.

Heilig-Hofbauer streicht zudem die soziale Bedeutung der Schulen hervor: „Die Schule ist für Kinder und Jugendliche nicht nur ein Taktgeber, der ihren Alltag zu einem großen Ausmaß strukturiert. Gerade auch der soziale Austausch ist immens wichtig. Schließen die Schulen erneut, ist zu befürchten, dass ohnehin schon benachteiligte Kinder weiter zurückfallen, die Bildungsschere weiter aufgeht und sich soziale Ungleichheiten verschärfen“, so der Abgeordnete.

Auch viele Eltern zeigten sich angesichts der im Raum stehenden Schulschließungen alarmiert. „Home-Schooling würde auch die Familien wieder vor große Herausforderungen und Vereinbarkeitsprobleme stellen. Ich verstehe ihren Wunsch, stärker in die Diskussion miteinbezogen zu werden. Sie wissen, dass Schulen essentiell für die Entwicklung ihrer Kinder sind – nur nicht in Hinblick auf die Bildung, sondern auch in emotionaler und sozialer Hinsicht“, so Heilig-Hofbauer abschließend.