SCHULTERSCHLUSS FÜR KLIMASCHUTZ STATT SCHULDZUWEISUNGEN
"Nur, wenn Vorsorgemaßnahmen gegen Hochwasser und Starkregen getroffen werden, lassen sich Klimakatastrophen wie in Hallein in Zukunft verhindern."
„Was den Hochwasserschutz in Hallein betrifft haben wir noch Potential. Ich bin zuversichtlich, dass es uns mit dem nötigen politischen Willen gelingen wird, Klima-, Natur- und Umweltschutz absolute Priorität einzuräumen, um solche Klimakatastrophen in Zukunft zu verhindern.“ So kommentiert LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, die Hochwasserkatastrophe in Hallein. Sie bedauert, dass sich die Debatte derzeit mehr um die Schuldfrage dreht, als um gemeinsame Anstrengungen für mehr Klimaschutz.
Zukunftsaufgabe Hochwasserschutz
„Anstatt Sündenböcke zu suchen, braucht es jetzt rasche Unterstützung für die Betroffenen und einen Schulterschluss der Politik“, so die GRÜN-Abgeordnete. „Damit wir in Hallein rasch Vorsorgemaßnahmen gegen Hochwasser und Starkregen treffen können, wird es in einem ersten Schritt darum gehen, die Ursachen der Katastrophe zu analysieren.“ Abzuwägen seien neben den unmittelbaren dabei auch die mittel- und langfristigen Auswirkungen. „Neben dem Hochwasserschutz als essentieller Zukunftsaufgabe werden wir nicht umhinkommen, weitere Maßnahmen zu setzen“, erklärt Humer-Vogl. „Auch die Bodenversiegelung ist eine Ursache von Hochwasser und muss eingedämmt werden.“
Angriffe gegen Halleiner GRÜNE & Naturschutzbund als Ablenkungsmanöver
Die Klubobfrau reagiert auch auf die medialen Angriffe auf die Halleiner GRÜNEN: „Es ist richtig, dass wir mit dem geplanten Hochwasserschutz in Kleinkirchental nicht glücklich waren, weil umweltverträglichere Lösungen auf dem Tisch lagen“, stellt Humer-Vogl klar. „Das scheiterte aber an den Anrainer*innen und den Kosten. Einspruch wurde von uns aber nicht erhoben.“ Gleichzeitig wundert sie sich über die Kritik des Landwirtschaftsministeriums am Salzburger Naturschutzbund: „Dessen Beeinspruchung erklärt nicht, weshalb auch die anderen geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen im Hinterland noch nicht fertig sind.“ Die Klubobfrau hofft neben mehr Klimaschutz auch auf weitere Anstrengungen im Bereich der Klimawandelanpassung: „Wenn wir nichts tun, könnten die wetter- und klimabedingten Risiken und Schäden zukünftig für große Teile der Gesellschaft, betroffene Menschen, Gemeinden und Wirtschaftssektoren weiter steigen.“