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07.03.2017 Presseaussendung

MED-UNI-STUDIE BESTÄTIGT: 12-STD-ARBEITSTAGE MACHEN KRANK

Im Vordergrund ein arbeitender Angestellter. Im Hintergrund viele Stoppuhren in unterschiedlicher Größe. Das Bild ist in Blautönen gehalten

Sozialpartner müssen sich klar gegen Anhebung der Normal- und Höchstarbeitszeiten aussprechen

„Ich appelliere dringend an die Sozialpartner den Auftrag zum Verhandeln einer Arbeitszeitflexibilisierung nicht zur Einführung des 12-Stunden-Arbeitstages zu missbrauchen. Einmal mehr bestätigt eine aktuelle Studie, dass überlanges Arbeiten krank macht. Auch das Unfallrisiko steigt spätestens ab der zehnten Arbeitsstunde massiv an. Das dürfen verantwortungsvolle InteressensvertreterInnen und PolitikerInnen nicht einfach ignorieren“, ist sich Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, sicher.

 

 

„Das vor allem von der ÖVP immer wieder ins Spiel gebrachte Argument, 12-Stunden-Arbeitstage brächten mehr Familienzeit, wird ebenfalls in dieser Studie ausgehebelt. Fakt ist, dass bei regelmäßiger 12-Stunden-Arbeit die Erholung zu kurz kommt. Das führt über kurz oder lang zu physischen und psychischen Problemen. Statt einer Unterstützung für die Familien ist der 12-Stunden-Arbeitstag eine Einbahn in Richtung Krankenstand“, sagt Schatz.

 

 

„Abgesehen von den persönlichen Gesundheitsproblemen und den Belastungen für die Familien darf nicht übersehen werden, dass vermehrte Unfälle, Erkrankungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit durch Überbelastung und mangelnder Erholung massive Kosten im Gesundheitssystem erzeugen werden. Und das alles womöglich nur, damit sich Unternehmen Überstundenzuschläge sparen. Das kann nicht sein. Wir Grüne stehen klar gegen eine Anhebung der Normal- und Höchstarbeitszeiten. Das ist der völlig falsche Weg. Im Gegenteil – weitblickende Politik würde jetzt eine Arbeitszeitverkürzung einleiten. Das ist übrigens auch die beste Methode zur Arbeitszeitflexibilisierung“, erklärt Schatz.