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19.01.2016 Presseaussendung

GRÜNE UND ÖVP FORDERN NATIONALES VERBOT VON PLASTIKSACKERLN

prall gefüllte Plastiksäcke

Gebrauch von Plastiksackerln und ähnlichen Plastikverpackungen rasch weiter reduzieren

„Rund 400 Millionen Plastiksackerl werden in Österreich jährlich in Umlauf gebracht, pro ÖsterreicherIn sind das etwa 51 Sackerl pro Jahr. Dabei wird ein Plastiksackerl meistens nur ein einziges Mal zum Tragen von Einkäufen verwendet und dann weggeworfen“, sagt der GRÜNE Umweltsprecher LAbg. Rupert Fuchs. Er fordert daher gemeinsam mit seinem Kollegen von der ÖVP, LAbg. Josef Schöchl morgen, Mittwoch, im Landtag, dass auf Landesebene vermehrt Maßnahmen gesetzt werden können, um den Gebrauch von Plastiksackerln und ähnlichen Plastikverpackungen rasch weiter zu reduzieren. Außerdem fordern sie ein umfassendes nationales Verbot von Plastiksackerln und damit ein schnellstmögliches Umsetzen der vom EU-Parlament im April 2015 beschlossenen Verpackungsrichtlinie. „Plastiksackerl, die aus fossilen Rohstoffen hergestellt werden, bringen sowohl in der Erzeugung als auch in der Entsorgung enorme Kosten und Umweltbelastungen mit sich. Es ist daher mehr als gerechtfertigt, ein Verbot in Österreich schrittweise umzusetzen. Gleichzeitig gilt es umweltschonende Alternativen zu Plastik aus fossilen Rohstoffen zu forcieren und bestmöglich zu unterstützen“, ergänzt ÖVP-LAbg. Josef Schöchl.

 

 

Laut der EU-Verpackungsrichtlinie sollen die Mitgliedsstaaten den Plastiksackerl-Verbrauch innerhalb der nächsten drei Jahre um 50 Prozent und in den kommenden fünf Jahren um 80 Prozent reduzieren. Gratis-Sackerl sind gemäß der Novelle ab 2018 zur Gänze verboten, Obst- und Gemüsesackerl sind aus hygienischen Gründen vom Verbot ausgenommen. Die EU hat den Mitgliedstaaten mit dieser Novelle auch die Möglichkeit eingeräumt, Plastiksackerl gänzlich zu verbieten, was bisher aufgrund des EU-Wettbewerbsrechts nicht möglich war. Fuchs setzt sich dafür ein, diese Möglichkeit auch zu nutzen: „Für Plastiksackerl besteht wirklich keine Notwendigkeit und es gibt unzählige Alternativen. Wenn es also die Möglichkeit gibt, sollte Österreich mit gutem Beispiel vorangehen und ein Verbot von unnötigen Plastiksackerln durchsetzen. Wir sollten alles tun, um unseren Kindern einen Planeten zu hinterlassen, der keiner Mülldeponie gleicht“, so Fuchs.

Porträtfoto Rupert Fuchs Gemeindevertreter St. Johann im Pongau
Rupert Fuchs

Stadtrat, Sprecher der Grünen St. Johann

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