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05.08.2015 Presseaussendung

UNTERSTÜTZEN MINDESTLOHNFORDERUNG DER GEWERKSCHAFT!

Ein Arbeiter hält einen Betonschlauch in eine Baugrube.

Gesetzliche Garantie für alle ist KV-Einzellösungen vorzuziehen

„Wir unterstützen die Forderung der Gewerkschaft nach 1700 Euro-Mindestlohn für Vollzeitarbeit. Es ist dringend notwendig, dass die Situation im Niedrigstlohnbereich verbessert wird. Von Vollzeitarbeit muss man ohne Existenzangst leben können. Auch mit dann rund 1250 Euro netto ist das – vor allem wegen der hohen Wohnkosten – nur knapp möglich,“ sagt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, zu der von GPA-Chef Katzian erhobenen Forderung.

 

„Leider wird es aber Jahre dauern, bis ein entsprechendes Verhandlungsergebnis bei den KV-Verhandlungen vorliegt. Bis heute ist es der Gewerkschaft nicht gelungen, in allen Kollektivverträgen den 1500 Euro-Mindestlohn einzuführen. Jene ArbeitnehmerInnen, die keinen Kollektivvertrag haben, werden allein gelassen. Insofern wollen wir Grüne eine sofortige gesetzliche Regelung zur Existenzsicherung von ArbeitnehmerInnen. Wir brauchen ein Mindestlohngesetz, wenn wir rasch einen aktzeptablen Mindestlohn für wirklich alle ArbeitnehmerInnen wollen“, betont Schatz.

 

„Die Kaufkraft der NiedrigstlohnbezieherInnen zu steigern, ist eine sehr sinn- und wirkungsvolle konjunkturpolitische Maßnahme. Weiters werden Sektoren wie etwa der Tourismus als Arbeitsmarkt attraktiver. Das Lamento um freie Jobs in der Gastronomie wird bei entsprechender Bezahlung bald ein Ende haben. Für ordentliche Löhne wird es genug InteressentInnen geben,“ äußert sich Schatz zuversichtlich.