GRÜNE vermissen Weiterentwicklung im Sozialbereich
Der Sozialbericht 2025 zeigt für die GRÜNE Gesundheits- und Sozialsprecherin Kimbie Humer-Vogl, vor allem eines: Unter der FPÖ-Ressortführung wird im Salzburger Sozialbereich viel verwaltet, aber zu wenig weiterentwickelt. „Es reicht nicht, einfach nur bestehende Projekte weiterzuführen. Die Politik hat die Aufgabe, hinzuschauen, die Probleme der Menschen ernst zu nehmen und sie auch anzugehen“, so Humer-Vogl.
Für sie ist der Bericht ein Dokument des Stillstands. Zwar werden viele bestehende Leistungen dargestellt, neue Antworten auf die wachsenden Herausforderungen bleiben aber rar. Besonders deutlich werde das neben der Pflege auch in der Kinder- und Jugendhilfe. Die im Bericht ausgewiesenen steigenden Gefährdungsabklärungen seien ein klares Warnsignal. Humer-Vogl fordert: „Wenn immer mehr Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen landen, dann muss die Politik eingreifen.“
Kritisch sieht Humer-Vogl auch, dass das Thema ‚Lohn statt Taschengeld‘ für Menschen mit Behinderungen keine große Rolle mehr spielt: „Menschen mit Behinderung leisten wertvolle Arbeit. Dass sie dafür oft nur ein Taschengeld bekommen, ist ungerecht. Wer Teilhabe ernst nimmt, darf dieses Thema nicht unter den Teppich kehren.“
„Die Einrichtungen im Sozialbereich arbeiten schon jetzt finanziell am Limit. Hier gibt es kein Einsparungspotential, im Gegenteil. Wer hier den Sparstift ansetzt, gefährdet Leistungen für die Menschen, die sie am dringendsten brauchen“, sagt Humer-Vogl.
Sie fordert deshalb eine Weiterentwicklung der Sozialpolitik: eine Stärkung der Kinder- und Jugendhilfe, mehr Sozialarbeiter:innen in Schulen und Bezirkshauptmannschaften, sowie konkrete Schritte für eine faire Entlohnung von Menschen mit Behinderung.