Skip to main content
03.03.2020 Presseaussendung

GRÜ­NE WOL­LEN RAUS AUS DEM TIER­TRANS­PORT-DI­LEM­MA

Tiertransporter: Blick nach innen auf eine Kühe

Grüne setzen sich dafür ein, dass die Salzburger Bäuerinnen und Bauern nicht länger auf Kälbertransporte angewiesen sind. KO Humer-Vogl: „Jeder Tag, an dem wir nicht handeln, verlängert unnötig das Tierleid!“

Berichte über qualvolle Milchkälber-Exporte über Spanien in den Libanon sorgten vergangene Woche erneut für Empörung. Die GRÜNEN bringen nun morgen, Mittwoch, im Landtag einen Dringlichen Antrag ein. „Wir wollen die Landwirte dabei unterstützen, von Kälbertransporten unabhängig zu werden. Gleichzeitig sind wir mit der Situation konfrontiert, dass Salzburg bei Langstrecken-Kälbertransporten eine zentrale Rolle spielt: Bergheim ist ein Hotspot für internationale Tiertransporte. Zwar zeigen aktuelle Zahlen einen Rückgang der Tiertransporte, doch aus unserer Sicht ist jeder Transport einer zu viel. Es ist höchste Zeit, die Reißleine zu ziehen und konsequent entgegen zu steuern“, fordert die GRÜNE Kluobfrau LAbg. Kimbie Humer-Vogl. 

Gesetzeswidrige Praxis beenden! 

„Trotz aller Bemühungen, stehen wir immer noch vor der Situation, dass Kälber aus Vorarlberg nachweislich in Salzburg abgefertigt und dann weiter nach Spanien transportiert werden“, so Humer-Vogl. Konkret heiße das, dass die Tiere von Vorarlberg nach Bergheim zumindest 300 Kilometer unterwegs seien, retour seien es dann nochmals mindestens 300. „Das bedeutet einen Umweg von 600 Kilometer – das widerspricht sowohl den EU-Bestimmungen als auch dem österreichischen Tiertransportgesetz. Dieses besagt, dass die Beförderungsdauer so kurz wie möglich sein muss ist“, erklärt die GRÜNE Klubobfrau. Das sei hier definitiv nicht der Fall! „Dieser Praxis müssen wir ein Ende setzen“, fordert sie. 

Salzburg soll Kampagne für „Kalb Rosé“ starten

 

Zusätzlich müsse konsequent an der Umsetzung des Maßnahmenkatalogs arbeiten, den Landesrat Schwaiger vorgelegt hat: „Ich schätze diese Bemühungen, allerdings stecken sie noch in den Kinderschuhen. Wir müssen hier rasch etwas weiterbringen“, fordern die GRÜNEN. So seien etwa einige Punkte noch gar nicht in Angriff genommen worden, etwa die Kampagne zu rosa Kalbfleisch. „Wenn wir die qualvollen Tiertransporte stoppen wollen, müssen wir männliche Milchrassekälber in Salzburg aufziehen, schlachten und vermarkten. Kärnten hat bereits erfolgreich eine ‚Kalbfleisch Rosé‘-Kampagne gestartet. „Salzburg muss nachziehen“, so die GRÜNE Klubchefin. Zweinutzungsrassen, also Kühe die mit dem Ziel gezüchtet werden, sowohl Milch als auch Fleisch zu produzieren, sollen vom Land und der Landwirtschaftskammer stärker forciert und gefördert werden. „Jeder Tag, der hier untätig verstreicht, verlängert unnötig das Tierleid“, kommentiert Humer-Vogl.

Das oberste Ziel der Grünen ist nach wie vor ein Verbot der Langstrecken-Tiertransporte: „Das ist unser Ziel und das wird ein langwieriger Prozess. Das darf die Bauern und Bäuerinnen nicht unvorbereitet treffen, deshalb brauchen wir all diese Maßnahmen, um sie darauf vorzubereiten“, so Humer-Vogl abschließend.

Kimbie Humer-Vogl
Kimbie Humer-Vogl

Klubobfrau, Landtagsabgeordnete, Stadträtin Hallein

[email protected]
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8