GRÜNE zu Trinkwasserstrategie
„Die neue Trinkwasserstrategie zeigt: Salzburg hat eine starke, kleinteilige Wasserversorgung und engagierte Fachleute, die hervorragende Arbeit leisten. Sie beraten Wassergenossenschaften, erarbeiten regionale Studien, unterstützen Investitionen und schaffen Bewusstsein – zuletzt etwa mit dem ersten Wassererlebnistag. Dafür gebührt ihnen Anerkennung“, so die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold und hebt auch die engagierte Arbeit der vielen Ehrenamtlichen in den kleinen Wassergenossenschaften hervor.
Entscheidend sei nun aber, aus der heute veröffentlichten Trinkwasserstrategie konkrete Politik zu machen. Denn das Land selbst hält darin fest, dass angesichts des Klimawandels überregionale Konzepte für Versorgungssicherheit und Resilienz unterstützt und ein überregionaler Ausgleich ermöglicht werden sollen. „Genau hier ist jetzt Landesrat Aigner gefordert. Vernetzung passiert nicht von allein. Wenn einzelne Quellen oder Brunnen in längeren Trockenperioden an ihre Grenzen kommen, brauchen wir Strukturen, mit denen Wasserversorger einander unterstützen können und wir Trinkwasser für alle Salzburger:innen garantieren können. Gerade nach diesem trockenen Sommer dürfen wir nicht darauf warten, bis der nächste Brunnen Probleme macht. Dafür müssen Gemeinden, Wassergenossenschaften und Verbände an einen Tisch gebracht und regionale Lösungen vorangetrieben werden“, fordert Berthold. Denn die Strategie zeige auch, wie kleinteilig die Salzburger Versorgung ist: 75 Gemeinden betreiben eigene Wasserversorgungsanlagen, daneben bestehen 561 Wassergenossenschaften, die gerade im ländlichen Raum eine zentrale Rolle spielen.