GRÜNER-ANTRAG: 100 PROZENT GRÜNSTROM FÜR LANDESVERWALTUNG
Auch auf Landesebene müssen wir Kohle- und Atomstrom den Rücken kehren. Die Landesverwaltung soll hier mit gutem Beispiel vorangehen.
„Klimaschutz muss oberste Priorität haben, denn die Zeit drängt.“ So begründet der GRÜNE Verwaltungssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer seinen Antrag für Ökostrom in der Landesverwaltung, der im Landtag behandelt wird. „Unser Ziel ist, dass die Landesverwaltung auf 100 Prozent zertifizierten Grünstrom umsteigt.Es wird Zeit, dass das Land Salzburg hier mit gutem Beispiel vorangeht und die Kriterien für die Ausschreibung ändert.“ Die aktuellen Verträge mit der Salzburg AG laufen Ende 2021 aus.
Salzburg muss weg von fossiler Energie
„Ohne Mithilfe aus Salzburg und den anderen Bundesländern wird die österreichweite Energiewende nicht gelingen“, ist der Abgeordnete überzeugt. Derzeit bezieht das Land Salzburg Strom von der Salzburg AG. „Dabei handelt es sich um nicht zertifizierten Strom, der nur bilanziell CO2 neutral ist. Die Salzburg AG nutzt die rechtliche Möglichkeit, für den Herkunftsnachweis entsprechende Zertifikate zuzukaufen, damit fossile und nukleare Energie CO2-frei dargestellt werden kann“, fasst der GRÜNE Verwaltungssprecher die unbefriedigende Situation zusammen: „Fossiler bzw. atomarer Strom wird an internationalen Strombörsen eingekauft und zu Grünstrom ‚umetikettiert‘“.
Grünstrom-Umstellung auf Bundesebene schon beschlossen
Auf Bundesebene wurde am 23. September 2020 beschlossen, alle Bundesdienststellen zukünftig mit UZ-46-zertifiziertem Strom zu versorgen. Durch die Umstellung werden damit im Vergleich zum durchschnittlichen Strom-Mix in Österreich jährlich 67.000 Tonnen CO2 eingespart. „Stromprodukte, die mit dem Umweltzeichen zertifiziert werden, sind zu 100 Prozent erneuerbar und garantiert ohne Kohle- und Atomstrom. Sie müssen mindestens 1,4 Prozent Strom aus Photovoltaikanlagen enthalten und können darüber hinaus aus Windenergie, Biomasse, Erdwärme und Wasserkraft erzeugt werden. Diesen Standard wollen wir GRÜNE auch für die Landesverwaltung“, so Heilig-Hofbauer. „Denn Ökostrom ist die Energie der Zukunft.“