GRÜNER Antrag: Lohn statt Taschengeld auch in Salzburg!
Wie vor knapp drei Wochen von Sozialminister Johannes Rauch und ÖVP-Klubobmann August Wöginger angekündigt, sollen Menschen mit Behinderung langfristig Lohn anstelle von Taschengeld bekommen. Für die Umsetzung dieses Ziels stellt die Bundesregierung nun 36 Millionen Euro zur Verfügung. Da die Umsetzung gemeinsam mit den Bundesländern erfolgt, bringen die GRÜNEN in der kommenden Ausschusssitzung am Mittwoch einen entsprechenden Antrag im Salzburger Landtag ein. „Salzburg sollte jetzt die Chance ergreifen, um zum Vorzeige-Bundesland für faire Entlohnung von Menschen mit Behinderung zu werden. Sie haben so lange auf die Umsetzung ihrer Forderung für faire Bezahlung gewartet, wir dürfen jetzt keine unnötige Zeit mehr verstreichen lassen, sondern müssen gleich ins Tun kommen. Auch um langfristig das Ziel zu erreichen, dass alle Mitarbeiter:innen in tagesstrukturierenden Einrichtungen Lohn statt Taschengeld erhalten“, fordert die GRÜNE Inklusionssprecherin Kimbie Humer-Vogl und hat auch einen Vorschlag für die konkrete Umsetzung parat: „Landesrat Pewny sollte einen Wettbewerb der besten Ideen ausrufen, um rasch förderwürdige Projekte für „Lohn statt Taschengeld“ auswählen zu können.“ Denn Humer-Vogl ist überzeugt: „Die Träger im Teilhabebereich haben bereits jetzt viele innovative Projekte in der Schublade, die nun endlich verwirklicht werden können. Damit könnte man einen zentralen Schritt bei der gleichberichtigen Teilhabe von Menschen mit Behinderung gehen.“ In dem Antrag fordern die GRÜNEN ebenfalls einen runden Tisch mit den entsprechenden Stakeholdern einzuberufen, um die Rahmenbedingungen für die Umsetzung der vorgeschlagenen Inklusionsmodelle zu diskutieren.
Selbstbestimmteres Leben dank Lohn statt Taschengeld
Mit dem Geld des Bundes werden Projekte in den Ländern finanziert, die den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen. „Damit erhalten Menschen mit Behinderung ein faires Gehalt und eine sozialversicherungsrechtliche Absicherung. Das ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe“, so Humer-Vogl. Auch bestehende Angebote des Arbeitsmarktservice für den beruflichen Einstieg von Menschen mit Behinderungen werden angepasst. Die Gespräche über eine generelle Systemumstellung auch in tagesstrukturellen Einrichtungen der Länder werden weitergeführt. „Wenn wir das Prinzip ‚Lohn statt Taschengeld‘ in Salzburg einführen würden, wäre das ein riesiger Erfolg für Menschen mit Behinderung. Deswegen hoffe ich auf eine breite Zustimmung im Salzburger Landtag“, appelliert Humer-Vogl an die anderen Landtagsfraktionen.
Den Antrag finden Sie im Anhang oder unter folgendem Link:
https://www.salzburg.gv.at/00201lpi/17Gesetzgebungsperiode/2Session/357.pdf
Bei Rückfragen, melden Sie sich gerne:
Moritz Engel
Pressesprecher
+43-680-1551562