GRÜNER Druck wirkt: mehr Transparenz bei der LWK
Nicht erst, seitdem ein massives Finanzloch bei der Landwirtschaftskammer Salzburg bekannt wurde, haben die Salzburger GRÜNEN konsequent auf volle Transparenz und klare Zielvorgaben gedrängt. Eine zentrale Forderung war, dass die Landwirtschaftskammer es der Wirtschafts- und Arbeiterkammer gleichtut und ihre Rechnungsabschlüsse auf der Website veröffentlicht. Gestern hat die Landwirtschaftskammer zumindest eine Zusammenfassung des Jahresabschlusses 2025 veröffentlicht. „Unser Druck hat gewirkt. Endlich herrscht ein bisschen mehr Transparenz bei der Landwirtschaftskammer. Dass nun zumindest eine Kurzfassung des Jahresabschlusses veröffentlicht wurde, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber dabei darf es nicht bleiben“, sagt die Klubobfrau der Salzburger GRÜNEN, Martina Berthold, und stellt klar: „Gerade wenn es um Steuergeld geht, gehört Transparenz nicht auf die lange Bank geschoben. Die Bäuerinnen und Bauern sowie die Steuerzahler:innen haben ein Recht auf nachvollziehbare Zahlen.“
Gleichzeitig kritisiert Berthold, dass die Kammer erst unter massivem öffentlichem und politischem Druck reagiert hat: „Wieder reagieren die Kammer und der Landesrat nur auf massiven Druck. Das hilft nicht, das verlorene Vertrauen wieder aufzubauen.“ Für die GRÜNEN ist die Angelegenheit mit dem aktuellen Schritt deswegen noch nicht erledigt. Sie fordern weiterhin die vollständige Veröffentlichung der detaillierten Rechnungsabschlüsse und kündigen an, diese mithilfe des Informationsfreiheitsgesetzes selbst zu veröffentlichen, falls die Landwirtschaftskammer nicht selber für Transparenz sorgt. „Wer Vertrauen zurückgewinnen will, sollte die Bücher vollständig öffnen. Und das werden wir tun, wenn es die Landwirtschaftskammer nicht selbst macht“, so Berthold abschließend.