Haus für Senioren Henndorf
Seit drei Jahren ist das neue „Haus für Senioren“ in Henndorf in Betrieb. Mit beträchtlichem Aufwand (es mussten Schulden aufgenommen werden) wurde ein Haus gebaut, das seither zu vollster Zufriedenheit der Bewohner:innen läuft. Die Betriebsführung hat die Gemeinde an die Diakonie vergeben, die in der Führung von Seniorenwohnhäusern Erfahrung hat und die Aufgabe in Henndorf sehr gut meistert.
Nicht zufrieden sind wir in Henndorf mit der finanziellen Seite. War uns bei Baubeginn bzw. bei Vergabe der Betriebsführung versichert worden, dass in der Regel mit einem kostendeckenden Betrieb zu rechnen sein würde, hat sich herausgestellt, dass das Heim jährliche Abgänge von ca. 300.000 „erwirtschaftet“. Für eine Gemeinde wie Henndorf keine Kleinigkeit.
Die Gemeinde hat deshalb versucht Wege zu finden, wie die Abgänge zumindest zum Teil auch vom Betreiber getragen werden könnten. Ein gewisses Risiko ist unserer Ansicht nach jeden falls auch dem Betreiber zuzumuten. Die Diakonie wäre sogar bereit einen, wenn auch kleinen, Beitrag zum wirtschaftlichen Risiko zu leisten. Allein, in Salzburg gibt es das Sozialhilfegesetz, in welchem die Überwälzung (auch von Teilen) des wirtschaftlichen Risikos auf den Betreiber nicht statthaft ist. Die Gemeinde ist der Rechtsträger des Heims und muss die komplette wirtschaftliche Verantwortung uneingeschränkt tragen. Die Folge ist eine zusätzliche Belastung der Gemeindefinanzen. Diese Belastung wird auch durch die geringer werdenden Zuschüsse des Landes in der Pflege verstärkt und wenn nicht bald ein Umdenken erfolgt, so werden so manche Gemeinden finanziell in Schieflage geraten.