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18.12.2014 Presseaussendung

HILFE FÜR QUARTIERGEBER MIT TRAUMATISIERTEN ASYLWERBENDEN

rote Abdrücke einer Hand. Blut?

"Wir lassen Betreiber/innen von Asylunterkünften nicht allein."

Mehr als 45 Personen bieten derzeit Asylwerbenden in Salzburg eine Unterkunft.

 

„Es braucht mehr als Bett und Brot, damit Menschen nach der Flucht aus ihren Heimatländern bei uns in Salzburg ankommen können. Begleitung und Unterstützung im Alltag und ein offenes Ohr für die Sorgen und Probleme gehören genauso dazu. Hier sind die Quartierbetreiberinnen und -betreiber gefordert“, so Landesrätin Mag. Martina Berthold, die am 18. Dezembe  zu einem erneuten Treffen aller Asylquartierbetreiber/innen in den Chiemseehof einlud.

 

Bereits im März hatte Berthold erstmals alle Betreiberinnen und Betreiber der damals 32 Asylquartiere zu einem Workshop und zum gegenseitigen Kennenlernen eingeladen. „Der Erfahrungsaustausch zwischen langjährigen Betreiberinnen und Betreibern und jenen, die erst seit kurzem Asylwerbende betreuen, war sehr positiv. Viele Fragen wurden offen angesprochen: Wie sorge ich für ein gutes Miteinander der Asylwerberinnen und Asylwerber und den Nachbarn? Wie gehe ich mit Spenden um? Wie kann ich Spannungen im Haus vermeiden?“, fasste Berthold die Inhalte des ersten Treffens zusammen.

Im Mittelpunkt des heutigen Workshops standen nach einem Vortrag von Ingo Vogl (Rotes Kreuz) zum Thema „Umgang mit traumatisierten Personen“ aktuelle Daten zur Asylsituation in Salzburg und Informationen zur Gewaltprävention durch das Frauenhaus sowie die österreichweiten Mindeststandards für Quartiere.

 

„Wir lassen die Betreiberinnen und Betreiber mit ihren Fragen nicht allein. Beim Treffen wurden auch die verbindlichen Standards für Quartiere wie Mindestfläche pro Bewohner/in und Sanitärvorgaben ausführlich besprochen. Diese sollen in Salzburg nicht erst in drei Jahren, wie österreichweit gefordert, sondern schon bis 2016 umgesetzt werden“, informierte Landesrätin Berthold.