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29.09.2014 Presseaussendung

HOTEL DRUMLERHOF: „DEM NÄCHSTEN ZUM WOHL“

Blick vom Weinberg ins Tal

„Lasst uns endlich über Ethik reden statt immer nur über Sachen und Geld.“

Äußerlich ist der Drumlerhof ein Hotel, wie es viele gibt im Alpenraum. Vier Sterne-Qualität und Holz soweit das Auge reicht. Doch kaum hat man die Schwelle ins erste Haus am Platz von Sand in Taufers überschritten, spürt man, dass da ein besonderer Geist weht. „Dem Nächsten zum Wohl und mit der Natur als Vorbild“, lautet das Credo des Eigentümerpaars Stefan und Ruth Fauster. Sie haben ihre 35-Zimmer-Herberge vor vier Jahren ganz der Gemeinwohl-Ökonomie verschrieben.

 

2012 haben sie eine erste Gemeinwohlbilanz erstellt. Die Matrix erfasst 17 Bereiche wie Menschenwürde, Solidarität, Ökologie, soziale Gerechtigkeit sowie Mitbestimmung/Transparenz jeweils betriebsintern, gegenüber Lieferanten, Gästen und im regionalen Umfeld. Der Drumlerhof ist dabei auf 431 von tausend möglichen Punkten gekommen. „Bei der nächsten Bilanz wollen wir deutlich drüber liegen“, sagt Stefan Fauster. Alles im Haus ist bio, alles mögichst vom eigenen Bauernhof bzw. sonstwo aus der Region. Für jedes Stück Fleisch gibt es ein Ursprungszeugnis. Speisereste werden nicht weggeworfen, Müll bis ins Letzte getrennt. Restbutter etwa lässt der Drumlerhof zu einem feinen Graukäseschaum verarbeiten als Dressing für grüne Nudeln. „Wir wollen absolut nicht am Verschwendungswahnsinn teilnehmen“, bekennt Fauster.

 

Das gesamte Haus hat einen Vollwärmeschutz (mit Holzwolle statt Styropor). Die Mitarbeiter werden nach ihren Bedürfnissen eingesetzt. Die Einkommensspreizung ist sehr gering. Der Anspruch, enkeltauglich zu wirtschaften, ist finanziell kein Nachteil. Der Drumlerhof ist an 240 Tagen im Jahr ausgebucht bei 100 € pro Gast und Tag. Den Cashflow gibt Stefan Fauster mit 30 Prozent an.

 

„Stefan Fauster hat uns an zahlreichen Punkten der Gemeinwohl-Matrix aufgezeigt, wie im Betrieb konkret von den Eigentümern und MitarbeiterInnen Schwachpunkte identifiziert und Verbesserungspotenziale angegangen werden. Eine verbesserte Bilanz wird so zum Erfolg aller und schafft immer wieder Ansporn für noch mehr Nachhaltigkeit im Betrieb“, ist der GRÜNE Klubchef Cyriak Schwaighofer überzeugt.