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17.10.2022 Breaking News

IMMER WIE­DER: BSUCH-SÜD

Löwenzahn auf Asphaltfläche

Die Sache wird nicht besser, sondern nur komplizierter und teurer. Bereits 2014 konnte ein deutscher Unternehmer 2,4 ha Grünland für ca. 26 Euro/m² kaufen. Das ganz ohne Grundverkehrskommission und damit ohne Möglichkeit für Landwirte, diese Fläche zum selben Preis zu erwerben. Dies war nur möglich, weil der Bürgermeister eine amtliche Bescheinigung ausgestellt hat, dass das Grundgeschäft den Entwicklungszielen entspräche.

Dabei wurde das Entwicklungskonzept erst 10 Monate später von der Gemeindevertretung im Sinne des Käufers abgeändert. Nunmehr kommen die Aufschließungskosten zu Tage. 205 Euro/m², sodass der Verkaufspreis für das Baulandsicherungsmodell (weniger als die Hälfte der Gesamtfläche; der größere Teil kann vom Grundeigentümer frei verkauft werden) 280 Euro/m² beträgt. Das ist mehr als eine Verdoppelung des ursprünglich beschlossenen Verkaufspreises (118 Euro voll aufgeschlossen). Kompliziert bleibt die Sache trotzdem, denn es muss vor einer Bebauung eine Mülldeponie entsorgt, das Oberflächenwasser abgeleitet und ein neues Trinkwasser (zu 85 % aus Gemeindegeldern) erschlossen werden. Und die Lage ist immer noch gleich schlecht: Bauland abseits von Geschäften, von Schulen, von Kindergärten, von Arbeitsstätten, von Freizeiteinrichtungen … für jedes und alles ist der Autozwang unausweichlich. Dabei befinden wir uns in einer Klima- und Energiekrise!

Porträtfoto Ferdinand Salzmann
Ferdinand Salzmann

Bezirkssprecher GRÜNE Pinzgau, Stadtrat

[email protected]
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