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22.11.2021 Presseaussendung

IMPFPFLICHT VERLÄSSLICHSTES INSTRUMENT GEGEN TEUFELSKREIS

Große Zeichnung des Coronavirus in blau. Im Vordergrund eine Frauenhand mit einer Spritze.

Als Bürger*in hat man auch eine ethische und moralische Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen, die über persönliche Befindlichkeiten hinausgeht.

„Es wurde lange an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appelliert. Damit kommen wir aber offensichtlich nicht mehr weiter. Deshalb begrüße ich die Einführung der Impfpflicht.“ Für LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, ist diese Maßnahme zwar ein „drastischer Schritt“, aber die „einzige Möglichkeit, die Pandemie in den Griff zu bekommen.“ Die kritische Lage würde diesen Schritt rechtfertigen: „Als Bürger*in hat man auch eine ethische und moralische Verantwortung gegenüber seinen Mitmenschen, die über persönliche Befindlichkeiten hinausgeht.“

Lockdown, Booster, Impfpflicht

Für Humer-Vogl ist diese Pflicht neben Lockdown und einer Beschleunigung der Booster-Impfung die einzige Möglichkeit, um der anhaltenden Pandemie Herr zu werden: „Wir haben keine Alternative mehr, wenn wir nicht von Lockdown zu Lockdown stolpern wollen. Unsere Aufrufe impfen zu gehen, haben leider nicht gereicht.“ Sie erinnert an die Pockenimpfung: „Auch sie konnte nur mit einer Impfpflicht ausgerottet werden. Für besonders herausfordernde Erkrankungen braucht es offenbar besonders strenge Maßnahmen.“ Humer-Vogl ortet neben Ängsten bei Impfgegnern zu großen Teilen auch ein „irregeleitetes Verständnis von Freiheit.“ Studien würden zeigen, dass es auch in vielen anderen Ländern nicht funktioniert, an die Eigenverantwortung zu appellieren. „Interessanterweise fühlen sich die Menschen in jenen Ländern, in denen sie viel Freiheit in dieser Frage haben am wenigsten frei.“

Spaltung der Gesellschaft hat andere Wurzeln

In dieser Dramatik darf die Impfung für Humer-Vogl keine persönliche Entscheidung mehr bleiben. „Bürger*innen haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten und eine Verantwortung, die über persönliche Befindlichkeiten hinausgeht.“ Die Sorge vieler Menschen, dass diese Entscheidung die Spaltungstendenzen in der Bevölkerung weiter befeuern könnte, teilt Humer-Vogl: „Ich denke, dass die Gräben sich in den kommenden Monaten weiter vertiefen werden. Aber die Impfung ist nicht die Wurzel dieser Spaltung.Vielmehr gilt es bei Bildungsnachteilen, Wohnungsnot sowie Zwei-Klassenmedizin und der ungleichen Chancenverteilung in unserem Land ansetzen und investieren. Priorität hat für mich die Bildung.“

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

[email protected]
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