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28.01.2013 Presseaussendung

IN VIER SCHRITTEN ZUM ENERGIEAUTARKEN SALZBURG

Unsere Vision ist ein energieautarkes Salzburg

Salzburger Energiepolitik war in den letzten Jahrzehnten sehr ambitioniert. Aber nur auf dem Papier. Zwar hat es in einzelnen Bereichen Teilerfolge gegeben, aber das entscheidende Ziel, den Energieverbrauch und die Emission von Treibhausgasen deutlich zu reduzieren, ist in immer weitere Ferne gerückt. Wir Grüne wollen das ändern. Unsere Vision ist ein energieautarkes Salzburg. Das schafft Wertschöpfung in der Region sowie neue Arbeits- und Ausbildungsplätze. Vier Schritte hin zu einer echten Energiewende in Salzburg sind nötig: ​

Energiesparen: 50 Prozent weniger sind möglich!

  1. Umstieg auf Erneuerbare Energien.
  2. ​Schaffung kleiner dezentraler Strukturen.
  3. Politische Rahmenbedingung für die „Energierevolution“

ENERGIESPAREN: 50 PROZENT WENIGER SIND MÖGLICH

  1. ​Salzburg braucht eine „Effizienzrevolution“: 50 Prozent des derzeitigen Energieverbrauchs ließen sich einsparen, konkret muss der Energieverbrauch bis 2025 von ca. 21.000 GWh auf knapp 10.000 GWh gesenkt werden. Erreicht werden könnte dies unter anderem durch mehr Effizienz bei der Energieerzeugung (europaweit werden bei der Erzeugung von Elektrizität derzeit nur 38 Prozent der Energie genutzt, 62 Prozent gehen ungenutzt verloren), durch die umfassende Sanierung von Gebäuden, durch den Einsatz energiesparender Geräte, Beleuchtung und Fahrzeuge.

UMSTIEG AUF ERNEUERBARE ENERGIEN

  1. Der verbleibende Rest von knapp 10.000 GWh ließe sich in Salzburg problemlos aus den Erneuerbaren Energieträgern Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft decken. Nur ein Beispiel, um das Potenzial zu verdeutlichen: Die Sonneneinstrahlung, der die beiden kleinen Alpenländer Österreich und Schweiz ausgesetzt sind, entspricht dem weltweiten Gesamtenergieverbrauch 2005 oder anders ausgedrückt: 123 Billionen Kilowattstunden Primärenergie!​

SCHAFFUNG KLEINER DEZENTRALER STRUKTUREN

  1. Wesentliche Grundvoraussetzung für das Herbeiführen der Energiewende ist die Abkehr von den großen zentralen Strukturen. „Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung“ bedeutet nichts anderes, als dass in kleinen dezentralen Anlagen Strom produziert und die dabei entstehende Abwärme gleichzeitig für’s Heizen genutzt wird. Idealvorstellung: In jedem – auch privaten – Heizungskeller steht ein „Minikraftwerk“.​

POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE „ENERGIEREVOLUTION“

  1. Last but not least bedarf es natürlich einer Reihe politischer Maßnahmen, um die optimalen Rahmenbedingungen für die Energiewende herzustellen. Um nur einige zu nennen: ein Ökostromgesetz nach deutschem Muster, steuerliche Absetzbarkeit beziehungsweise Direktförderung von Sanierungen, eine CO2-Steuer auf alle Energieträger. Letztgenannte Maßnahme würde den notwendigen Anreiz dazu liefern, entweder weniger Energie zu verbrauchen oder bei Heizung oder Fahrzeug auf sparsamere Varianten umzusteigen. ​