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01.06.2026 Presseaussendung

Integrationsleitbild: Ergebnisse ignoriert

zwei Menschen verschiedener Hautfarbe reichen sich die Hände
"Das Integrationsleitbild sind leere Worte."
Kimbie Humer-Vogl

Das heute von der Landesregierung präsentierte Integrationsleitbild sorgt bei den GRÜNEN für scharfe Kritik. Das Leitbild wurde laut Vorwort als Ergebnis eines konstruktiven Prozesses mit Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Fachpraxis dargestellt und soll nun als „verbindlicher Kompass“ für die Integrationspolitik dienen. Für die GRÜNE Integrationssprecherin, Kimbie Humer-Vogl, war der Prozess jedoch reine Augenauswischerei: „Zu Beginn gab es einen guten Prozess, bei dem sich unzählige Menschen eingebracht haben. Salzburg hat gezeigt, dass es zusammenhält, wenn es darum geht, die Herausforderungen anzugehen. Leider hat die Landesregierung dieses Engagement in der Schlussphase ignoriert und die Beteiligten vor vollendete Tatsachen gestellt.

 

Kritisch sehen die GRÜNEN auch, dass das Leitbild auf dem Papier zwar auf frühe Förderung, Prävention und Teilhabe setzt, die FPÖ aber unterdessen genau jene Projekte streicht, die das im Alltag tragen sollten. So betont das Leitbild, dass Integration früh ansetzen soll und Prävention langfristig Integrationsdefizite und Spannungen vorbeugt. Doch gleichzeitig wurden in Salzburg Präventionsprojekte wie „Heroes“ gestrichen, ein Projekt, bei dem sich junge Männer mit Migrationshintergrund für ein gleichberechtigtes und gewaltfreies Zusammenleben einsetzen. Auch die Rechtsberatung der Diakonie wurde abgedreht, die Nicht-EU-Ausländer:innen dabei unterstützte, in den Arbeitsmarkt einzusteigen. „Dass die FPÖ von früher Integration und Prävention spricht, gleichzeitig aber wirksame Projekte streicht, zeigt: Ihre Ankündigungen sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen“, kritisiert Humer-Vogl.

 

Am 10. Juni 2026 soll ebenfalls eine Landtagsenquete zum Integrationsleitbild stattfinden. Kritisiert wird dabei vor allem die Besetzung: „Wie schon bei der Pflegeenquete sitzen ausschließlich Männer auf dem Podium. Das zeigt, wie wenig ernst die Landesregierung ihren eigenen Anspruch auf Vielfalt und Beteiligung nimmt“, so Humer-Vogl abschließend.