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10.06.2022 Presseaussendung

KIN­DER­BE­TREU­UNG: AUIN­GER BE­TREIBT PO­LI­TI­SCHE KIN­DES­WEG­LE­GUNG

kleines Kind am Dreirad

„Kinderbetreuung ist eine kommunale Aufgabe. Die Stadt soll endlich handeln statt nur zu fordern!“

Nur Forderungen an den Bund zu stellen anstatt der eigenen Verantwortung nachzukommen, grenzt an politische Kindesweglegung“, so der GRÜNE Bildungssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer in Reaktion auf die heutige Pressekonferenz von Vizebürgermeister Auinger zur Kinderbildung in Salzburg. „Kinderbetreuung ist eine kommunale Aufgabe. Und Auinger hat alle Möglichkeiten zu handeln. Egal ob Supervision, Weiterbildung, Personalschlüssel oder Gruppengröße, die Stadt kann hier sofort in allen Punkten Verbesserungen vornehmen. Dafür braucht es keine weitere Petition“, so der GRÜN-Abgeordnete.

Personal braucht Qualitätsverbesserungen

„Was es braucht, ist eine weitere Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Elementarbildung. Nur die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen, reicht nicht aus“, ist für Heilig-Hofbauer klar. „Jedes Mal, wenn Auinger wegen Personalmangels eine weitere Kinderbetreuungseinrichtung schließen muss, kommen reflexartig nur Forderungen an den Bund statt endlich selbst aktiv zu werden“. Heilig-Hofbauer erinnert in diesem Zusammenhang auch nochmal daran, dass es in den Stadt-Kindergärten im Landesvergleich die schlechtesten Betreuungsrelationen gibt. „Wer das Berufsfeld der Elementarbildung verbessern will, muss in die Qualität investieren. Das heißt mehr Vorbereitungszeit, bessere Fachkraft-Kind-Relationen und kleinere Gruppen. Sonst werden auch neu ausgebildete Pädagog*innen nicht lange im Beruf bleiben oder erst gar nicht einsteigen“.

Bund bringt mit Kindergartenmilliarde zahlreiche Verbesserungen

Heilig-Hofbauer verweist in diesem Zusammenhang auf die Verbesserungen, die mit der neuen Bund-Länder-Vereinbarung auf den Weg gebracht wurden: „Mit der Kindergartenmilliarde werden die Bundesmittel für die Kinderbetreuung um 40 Prozent erhöht. Qualitätsverbesserungen stehen dabei im Mittelpunkt“ so der GRÜNE Bildungssprecher. „Je kleiner die Gruppen, desto besser die Bereuungsqualität, daher wird die Verbesserung des Personalschlüssels nun extra gefördert“. Wo der Personalschlüssel so verbessert wird, dass auf eine*n Pädagog*in maximal vier Kinder (bei unter 3-Jährigen) bzw. zehn Kinder (bei 3 bis 6-Jährigen) kommen, gibt es ab Herbst Zuschüsse von 45.000 Euro pro Fachkraft und Jahr, 30.000 Euro pro Assistenzkraft und Jahr.

Simon Heilig-Hofbauer
Simon Heilig-Hofbauer

Landtagsabgeordneter und Landesgeschäftsführer

simon.hofbauer@salzburg.gv.at
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