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10.06.2015 Presseaussendung

DAS BESTE PERSONAL FÜR UNSERE KINDER!

„Müssen Anliegen der PädagogInnen ernst nehmen. Sie sind das Herz einer qualitätsvollen Kinderbildung und -betreuung.“

„Wenn wir wollen, dass unsere Kinder bereits im frühen Alter die beste Bildung und Betreuung bekommen, müssen wir bei den Pädagoginnen und Pädagogen ansetzen und ihre Wünsche und Anliegen ernst nehmen. Denn sie sind das Herzstück und die Garanten für eine qualitätsvolle Kinderbetreuung und -bildung“, betont die GRÜNE Familiensprecherin LAbg. Abgeordnete Barbara Sieberth im Zuge des Kinderbetreuungs-Unterausschusses, der heute zum fünften Mal im Landtag tagte. Thema der heutigen Sitzung: „PädagogInnen und weitere MitarbeiterInnen“ und „Tageseltern“.

 

„Momentan stehen wir vor einer großen Herausforderung“, sagt Sieberth. „Es gibt zu wenige Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen.“ Die Ursachen dafür sieht sie sowohl in den niedrigen Gehältern für PädagogInnen als auch in den Rahmenbedingungen, unter denen sie arbeiten müssen. Um wieder mehr Menschen zu ermutigen, diesen verantwortungsvollen Beruf zu ergreifen, brauche es daher einerseits ein endlich attraktiveres Gehaltsschema. Die Verhandlungen zwischen dem Land Salzburg und den Gemeinden dazu würden bereits laufen, so Sieberth. „Andererseits müssen wir die Wünsche und Anliegen der Pädagoginnen und Pädagogen, die an uns herangetragen werden, ernst nehmen“, stellt Sieberth fest.

 

„Der Beruf hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Pädagoginnen und Pädagogen sind durch die Kinder und deren Eltern zunehmend mit gesellschaftlichen Entwicklungen und mit immer steigenden Erwartungen konfrontiert. Unsere Aufgabe als Politik ist es, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, die es ihnen erlauben, sich entlang dieser Entwicklungen jedem Kind mit ausreichend Zeit und Zuwendung zu widmen.“ Zu diesen Rahmenbedingungen zählt Sieberth Zeit und Ressourcen, die PädagogInnen brauchen für Arbeit in ihren Teams, für Vorbereitungen, für die Einbeziehung der Eltern und die individuelle Förderung von Kindern. Dabei spielt auch Weiterbildung eine Rolle, die ihnen ermöglicht werden muss. Kompetenzen der frühkindlichen Pädagogik, der Sprachförderung und der Integrations- sowie Inklusionsarbeit sind heute notwendiger denn je.

 

Um den PädagogInnen-Beruf zu attraktivieren, müsse man bereits bei der Ausbildung von PädagogInnen ansetzen: „Wir wissen, dass die BAKIPs sehr gute Pädagoginnen und Pädagogen hervorbringen, allerdings viele sich dann gegen die Ausübung des Berufs entscheiden. Gute Ergebnisse liefern hier die Kollegs, weil dort die Berufswahl bewusster getroffen wird. Diese müssen noch stärker ausgebaut und gefördert werden“, betont Sieberth. Außerdem müsse die Qualifizierung über den zweiten Bildungsweg unkompliziert und auf hohem Niveau, z.B. im Wege eines modularen Systems, ermöglicht werden.

 

Der nächste Unterausschuss „Kinderbetreuung“ tagt am 1. Juli. Thema: Finanzierung.