SOMMERBETREUUNG: SCHLIESSTAGE REDUZIEREN!
Neue Statistik zeigt: Jeder dritte Kindergarten bleibt neun Wochen geschlossen
„Es braucht diesen Sommer eine deutliche Reduktion der Schließtage in den Kindergärten und Krabbelgruppen, um die Eltern zu entlasten“, fordert der GRÜNE Bildungssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer, der auf eine rasche Lösung drängt. Denn „der Betreuungsbedarf ist Corona-bedingt nochmals deutlich gestiegen, hier besteht Handlungsbedarf“.
Jeder dritte Kindergarten bleibt neun Wochen geschlossen
Ein Blick in die Landesstatistik zeigt, dass im aktuellen Kindergartenjahr 2019/20 immer noch fast die Hälfte – konkret 46,6 Prozent – aller Kinderbetreuungseinrichtungen mindestens fünf Wochen pro Jahr geschlossen bleiben. Nur 4 Prozent sind ganzjährig geöffnet – und diese Zahl ist sogar rückläufig.
Bei den Kindergärten sind die Schließzeiten noch länger als bei den Kleinkindgruppen. Dort beträgt die durchschnittliche Öffnungszeit gar nur 45 Wochen im Jahr, d.h. die Kindergärten sind rund sieben Wochen zu. Insgesamt 6,8 Prozent der Kindergärten haben nur 38 bis 40 Wochen offen, weitere 23,6 Prozent nur 41 bis 43 Wochen. Zusammen macht das also fast ein Drittel der Kindergärten, die jedenfalls maximal 43 Wochen geöffnet haben – im Umkehrschluss also mindestens 9 Wochen geschlossen sind.
Chance auf dauerhafte Verbesserung nutzen
„Die langen Schließzeiten – oft mehr als drei Wochen am Stück im Sommer – sind für viele Eltern immer schon ein Problem. Heuer verschärft sich die Situation aber durch Corona nochmals deutlich. Viele Eltern mussten ihre Überstunden und Urlaube aufbrauchen und wissen nicht, wie sie im Sommer die Betreuung ihrer Kinder organisieren sollen. Daher ist es wichtig, dass die Schließzeiten vor allem bei den Kindergärten deutlich reduziert werden“, fordert Heilig-Hofbauer. „Wenn wir das jetzt schaffen und sich das heuer bewährt, dann könnte das zu einer dauerhaften Verbesserung führen“, betont er abschließend.