KLIMAKRISE: GRÜNE FORDERN "HITZEPLAN"
„Wie gegen Hochwasser werden wir uns künftig auch gegen Hitzewellen durch Anpassungsstrategien schützen müssen."
Die Zahl der Hitzetage nimmt jedes Jahr zu, mit entsprechend negativen Folgen nicht nur für Land- und Forstwirtschaft sondern auch die Gesundheit vieler Menschen. Salzburgs GRÜNE fordern deshalb einen „Hitzeplan“: „So wie ein professioneller Hochwasserschutz mittlerweile eine Selbstverständlichkeit ist, brauchen wir auch einen umfassenden Hitzeschutzplan mit Vorwarn- und Ablaufplänen sowie Anpassungsstrategien“, erklärt LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag. Der entsprechende Antrag wird morgen im Landtag verhandelt.
Die Wissenschaft geht auch für die Sommer der nächsten Jahre von deutlich erhöhten Temperaturen und einem Anstieg an Hitzetagen (mehr als 30 Grad Celsius) und Tropennächten (mehr als 20 Grad Celsius) aus. Für viele Menschen – vor allem Ältere und chronisch Kranke, aber auch Babys – stellt die zunehmende Hitze eine starke gesundheitliche Belastung dar. Allein in Frankreich starben in den Hitzemonaten Juni und Juli 2019 rund 1.500 Menschen an den Folgen der Hitzewelle.
„Zusätzlich zu den langfristigen Klimaschutzmaßnahmen brauchen wir Anpassungsstrategien für die bereits jetzt stattfindende Überhitzung“, betont Humer-Vogl. Die Bundesregierung soll deshalb per Landtagsbeschluss aufgefordert werden, einen „Hitzeplan“ für Österreich zu erarbeiten. Dabei gehe es zum einen um Aufklärung und Information der Bevölkerung: „Viele Menschen wissen gar nicht, welche gesundheitlichen Gefahren eine Hitzewelle mit sich bringt, und was man tun kann, um besser mit heißen Temperaturen zurechtzukommen“, so die Klubchefin.
Nebst Informationsfragen müsste sich ein Hitzeplan – ähnlich wie der Hochwasserschutz – auch mit „harten“ Schutzmaßnahmen befassen: „Ein kompetentes Beratungsangebot für Gemeinden und Städte, wie sich durch städtebauliche und raumordnungspolitische Maßnahmen Kühlung erreichen lässt, wäre ein guter Schritt, um das Hitzeproblem in der Zukunft etwas erträglicher zu machen“, ist die Grüne Klubchefin überzeugt.