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10.02.2019 Presseaussendung

VORSTOSS DER WIRTSCHAFTSKAMMER IST UNERHÖRT!

Paragraphenzeichen an Steinmauer gelehnt

Sozialsprecherin Labg. Humer-Vogl kritisiert massiven Angriff auf die Menschenrechte: „Eine 'Entschlankung' auf dem Rücken der Pflegebedürftigen kommt für uns nicht infrage!“

„Unerhört“ sei der Wunsch der Wirtschaftskammer, die „Prüfungsbereiche der Volksanwaltschaft“ zu „verschlanken“. Konkret fordert die Wirtschaftskammer in einem Brief an den Nationalratspräsidenten, dass die Kontrollen in Pflegeheimen durch die Volksanwaltschaft eingeschränkt werden. „Das ist ein massiver Angriff auf die Bewohnerinnen und Bewohner, und damit auf die Menschenrechte“, kritisiert die Grüne Sozialsprecherin Landtagsabgeordnete Kimbie Humer-Vogl scharf. „Wir Grüne werden uns diesen Bestrebungen mit aller Kraft entgegenstellen und stehen auf der Seite der Volksanwaltschaft“, so Humer-Vogl.

Die Volksanwaltschaft kritisiert in regelmäßigen Abständen schwere Mängel und menschenrechtswidrige Missstände in SeniorInnenwohnhäusern. Vorgefunden wurden zum Beispiel hohe Personalfluktuation, nicht nachvollziehbare Medikamentengabe, kaputte und dadurch gefährliche Möbel, fehlende Therapieangebote oder strukturelle Gewalt. „Die Volksanwaltschaft leistet einen wichtigen Beitrag, unwürdige Behandlung Pflegebedürftiger aufzudecken! Eine ‚Entschlankung‘ auf dem Rücken der Pflegebedürftigen kommt für uns nicht infrage“, so Humer-Vogl vehement.

Kimbie Humer-Vogl

Landtagsabgeordnete, Gemeindevertreterin Hallein

[email protected]
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