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27.11.2023 Presseaussendung

kos­ten­frei­en Schwan­ger­schafts­ab­bruch an öff. Kran­ken­häu­sern

Oppositionsparteien unterstützen Petition für kostenfreien Schwangerschaftsabbruch an öffentlichen Krankenhäusern

Das „Frauenvolksbegehren 2.0 – Verein für Frauen*- und Gleichstellungspolitik in Österreich“ wird eine Petition in den Salzburger Landtag einbringen. Darin wird gefordert, Schwangerschaftsabbrüche in allen öffentlichen Krankenhäusern kostenlos anzubieten. Die drei Oppositionsparteien SPÖ, KPÖ PLUS und GRÜNE unterstützen diese Petition.

 

„Frauen haben lange um Selbstbestimmung über ihren Körper gekämpft. Der Schwangerschaftsabbruch wurde in Österreich straffrei und wird auch in öffentlichen Krankenhäusern angeboten. Das ist uns aber zu wenig. Wir GRÜNE fordern seit langem sichere, legale und kostenfreie Abtreibungen“, stellt die GRÜNE Frauensprecherin Martina Berthold klar und unterstützt die Forderungen des Frauenvolksbegehrens. „Seit knapp 20 werden Schwangerschaftsabbrüche in der GynMed-Ambulanz an der SALK durchgeführt. An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen Mitarbeiter*innen der GynMed-Ambulanz, die Frauen mit hoher fachlicher und menschlicher Qualität unterstützen“, so Berthold.

 

Karin Dollinger, Frauensprecherin der SPÖ, weist auf den Einsatz der SPÖ hin: „Trotz organisierter Proteste ermöglichte die SPÖ ab 2004 Schwangerschaftsabbrüche in den SALK. Bis dahin gab es nicht einmal dieses Angebot. Frauen, die sich bewusst für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, sollen eine sichere und vertrauenswürdige Umgebung mit ärztlicher Begleitung – etwa in öffentlichen Spitälern – vorfinden. Das Angebot soll in allen Salzburger Regionen verfügbar sein und die Kosten sollen von der Sozialversicherung übernommen werden.“

 

„Ein sicherer, wohnortnaher und vor allem kostenloser Schwangerschaftsabbruch in einem Krankenhaus ist für echte, uneingeschränkte Selbstbestimmung von Frauen alternativlos. Eine Abtreibung darf keine Frage der finanziellen Möglichkeiten sein. In Salzburg kostet ein Schwangerschaftsabbruch 600 Euro und mehr – das ist eine enorme Hürde, die Frauen in ausweglose Situationen bringt“, sagt Landtagsabgeordnete Natalie Hangöbl (KPÖ PLUS): „Viele unserer Rechte mussten wir Frauen erst gegen konservativen Widerstand erkämpfen – das Wahlrecht, das Recht, studieren zu dürfen, das Recht auf Scheidung. Wir werden auch beim Recht auf kostenlose Abtreibung nicht lockerlassen!“

 

Hintergrundinfos:
Das Frauenvolksbegehren wurde 2018 von 481.595 Menschen unterschrieben. Eine der Forderungen bei diesem Volksbegehren war, dass jede Frau*, die ungewollt schwanger ist, in allen öffentlichen Krankenhäusern die Möglichkeit zum kostenlosen Schwangerschaftsabbruch haben muss – egal, wo sie in Österreich wohnt.
 
Im Land Salzburg gibt es bisher nur in den Landeskliniken in der Stadt Salzburg die Möglichkeit zu Schwangerschaftsabbrüchen. Deswegen reicht das „Frauenvolksbegehren 2.0 – Verein für Frauen*- und Gleichstellungspolitik in Österreich“ eine Petition im Salzburger Landtag ein. Darin wird explizit gefordert, dass der Salzburger Landtag sowie die Salzburger Landesregierung Maßnahmen setzen soll, damit allen Frauen wohnortnahe, qualitätsvolle Angebote für Schwangerschaftsabbrüche in öffentlichen Krankenanstalten zur Verfügung stehen und dieses Angebot dauerhaft und kostenfrei sichergestellt wird. Dafür sollen allenfalls notwendige zusätzliche budgetäre Mittel für die erforderlichen Maßnahmen vom Salzburger Landtag beschlossen werden.

Download Petition

Petition Frauenvolksbegehren

Moritz Engel

Pressesprecher

[email protected]
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