Skip to main content
    Barrierefreiheit
16.12.2013 Presseaussendung

DAS BESTMÖGLICHE GESCHAFFT!

"Trotz massiv gestiegener Schuldenlast wurde das Budget für die freie Szene nicht gekürzt sondern - verglichen mit LHStv. Brenners ursprünglichem Voranschlag für 2014 - sogar noch angehoben!"

„Angesichts der dramatischen zusätzlichen Schulden des Landes aus dem Finanzskandal von mehreren hundert Millionen Euro wurde im Kulturbereich wirklich das bestmögliche erreicht. Unter Grüner Regierungsverantwortung sogar noch mehr als unter sozialdemokratischer.“ Mit dieser Feststellung antwortet Cyriak Schwaighofer, Klubobmann der GRÜNEN im Landtag und Kultursprecher, auf die Proteste der Kulturinitiativen. Diese müssten, wollten sie einen seriösen Vergleich anstellen, das von LR Heinrich Schellhorn (GRÜNE) nun vorgelegte Budget mit jenem vergleichen, welches LHStv. David Brenner (SPÖ) noch VOR der dramatischen Entwicklung durch den Finanzskandal für 2014 geplant hatte.

„Und da stellt man fest, dass trotz mehrerer hundert Millionen zusätzlicher Schulden und damit auch gewaltig steigender Zinsbelastung das Kulturbudget – vor allem für die ,freie Szene‘ – keineswegs gekürzt, sondern sogar noch erhöht wurde“, betont Schwaighofer.

Einige Beispiele zur Klarstellung zur Kritik des Dachverbandes der Salzburger Kulturstätten:
– Die GRÜNEN haben sich nie für ein „sound of music“-Museum begeistern können, daher ist es ganz in unserem Sinn, dass diese Position (152.000 Euro) anderweitig eingesetzt wird.
– Die GRÜNEN haben die Neukonstruktion der Osterfestspiele im Landtag stets abgelehnt, der neue – höhere Betrag – ist eine vertragliche „Hinterlassenschaft“ der rot-schwarzen Vorgängerregierung.
– Das Mozarteum-Orchester erhält gegenüber dem ursprünglichen „Brenner-Voranschlag“ gerade einmal um 1 (!) Prozent mehr Subvention; die Volksmusik muss dagegen ein Minus von 3 Prozent verkraften, ebenso die Volkskultur mit ihren Verbänden.
– Das Künstlersymposium „Ortung“ soll in Absprache mit den Fachbeiräten auf völlig neue Beine gestellt werden und 2015 neu starten. Aus diesem Grund ist auch erst wieder im Jahr 2015 eine Subvention nötig.
– „Die „kulturellen Zentren“ – das sind viele Initiativen auf dem Land – erhalten gegenüber dem alten Voranschlag 2014 um 1 Prozent mehr, die Szene Salzburg sogar um 3 Prozent mehr“, erklärt Schwaighofer.
– Die Kritik an höheren Ausgaben für die „Burgen und Schlösser“ geht schlussendlich völlig ins Leere, weil die „Burgen und Schlösser“ eigentlich eine „cash-cow“ für den Kulturbereich sind! Dort sind zwar höhere Ausgaben budgetiert, aber noch deutlich darüber hinausgehende Erlöse – die „Burgen und Schlösser“ bringen ins Kulturbudget fast eine Viertelmillion (225.100.- Euro) zusätzlich ein.

„Natürlich ist es verständlich und gut, dass Interessensvertretungen und KünstlerInnen für ein steigendes Kulturbudget kämpfen. Allerdings darf man auch erwarten, dass das unter Beachtung der dramatischen finanziellen Schieflage des Landes geschieht. Und unter diesem Aspekt ist die Kritik des Dachverbandes massiv überzogen.“

Dass es unter den gegebenen Vorzeichen Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn gelungen ist, im Kulturbudget keinerlei dramatische Kürzungen vornehmen zu müssen, sei vielmehr ein Erfolg. „Und durchaus auch ein GRÜNER Erfolg“, so Schwaighofer.