HÖHERE BIO-QUOTE IN LANDESKANTINEN & SALK
Bio-Anteil soll bis 2025 auf 30% steigen – Einheitliche Standards für Quoten-Berechnung vom Bund gefordert
„Die Salzburgerinnen und Salzburger wollen gesundes bio-regionales Essen auf ihren Tellern haben und wissen, woher es kommt“, kommentiert der GRÜNE Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer die gestrigen Beschlüsse zu Bio-Quoten: „Das Bewusstsein für biologische und regionale Lebensmittel steigt. Immer mehr Leute wünschen sich eine Versorgung mit möglichst kurzen Transportwegen und Wertschöpfung in der Region.“ Der Landtagsantrag der GRÜNEN, der im gestrigen Ausschuss für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz behandelt wurde, sieht vor, bundesweit einheitliche Standards für Bio-Quoten in öffentlich betriebenen Großküchen – wie etwa in den Krankenhäusern – zu schaffen. Das ist insofern wichtig, als sich GRÜNE und ÖVP im Programm der Bundesregierung darauf geeinigt haben, die Bio-Quote bis 2025 auf 30 Prozent und bis 2030 auf 55 Prozent zu erhöhen, so der Abgeordnete: „Aktuell wird der Anteil an Bio-Lebensmitteln in Krankenhäusern sehr unterschiedlich berechnet. Hier brauchen wir klare und einheitliche Standards“. Der GRÜNE-Antrag wurde gestern von allen Parteien angenommen.
Einstimmigkeit zu konkretem Fahrplan
Einigen konnte man sich im Landtag zudem auch auf einen konkreten Fahrplan für die Salzburger Landesverwaltung. So wurde einstimmig beschlossen, dass die Landesregierung einen Plan erarbeiten muss, wie für landeseigene Betriebe bzw. Betriebe mit Landesbeteiligung der Bioanteil bis 2025 auf 30 Prozent gesteigert werden kann. „In den SALK liegt der Bio-Anteil derzeit bei 11,2 Prozent, die geplante Verdreifachung ist ein großer Hebel für die Bio-Betriebe in der Region. Denn das gemeinsame Ziel ist Bio und Regional zusammen zu denken“, so Heilig-Hofbauer. Im Bereich des Landes gibt es dafür auch schon gute Beispiele: „In den Landwirtschaftlichen Schulen kommen 80 Prozent der Lebensmittel aus der Region – bei einer Bio-Quote von 40 Prozent. Das ist die Richtung, in die wir gehen wollen!“, so der GRÜN-Abgeordnete. Denn: „Mehr Regionalität und Bio bringt nicht nur Vorteile für die Umwelt und bessere Haltungsbedingungen für die Tiere. Höhere Bio-Quoten stärken auch die regionale Landwirtschaft“, betont Heilig-Hofbauer abschließend.