STUDIE FÜR LEISTBAREN STUDENTISCHEN WOHNRAUM
Durchschnittliche Wohnkosten für Studierende liegen schon bei über 450 Euro im Monat – Landtag beschließt umfassende Wohnstudie Reppmann: „Pandemie bringt weitere Verschärfungen“
„Für viele Salzburger Student*innen stellt sich seit Jahren die Frage: Wie bezahle ich meine Miete?“ Der GRÜNE Bildungssprecher LAbg. Simon Heilig-Hofbauer hat deshalb eine umfassende Studie zu studentischem Wohnen gefordert.
Diese wurde heute im Salzburger Landtag gegen die Stimmen der Freiheitlichen beschlossen. „Die durchschnittlichen Wohnkosten für Studierende liegen schon bei 450 Euro pro Monat – Tendenz stark steigend. So haben die Preise laut Studierendensozialerhebung zwischen 2009 und 2019 um 42 Prozent zugelegt“, so Heilig-Hofbauer.
Viel Förderung ohne klare Ziele
„Seit der letzten Wahl 2018 hat das Land Zuschüsse für 676 zusätzlichen Betten in der Höhe von insgesamt fast 19 Millionen Euro zugesagt oder empfohlen. Tatsächlich gibt es aber keine aktuelle Angebotsanalyse, Bedarfserhebung oder eine Prognose der Nachfrageentwicklung. Das heißt wir fördern derzeit gewissermaßen ins Blaue hinein“, so der GRÜN-Abgeordnete mit dem Nachsatz: „Mit der heute beschlossenen Studie schaffen wir dringend notwendige Klarheit. Denn unser Ziel muss sein, dass wir möglichst bedarfsorientiert fördern, um dringend benötigten leistbaren Wohnraum zu schaffen“.
Reppmann: „Pandemie bringt weitere Verschärfungen“
Als Expertin war die ÖH-Referentin Laura Reppmann von den Grünen & Alternativen Student_innen in den Ausschuss geladen. Sie schilderte die aktuelle Situation der Studierenden: „Die Mieten steigen, das Budget ist klein. Dazu haben viele Studierende durch die Pandemie jetzt auch noch ihre Nebenjobs verloren. Die Situation verschärft sich“. Ihr Schluss: „Es ist wichtig zu untersuchen welche Entwicklung in den nächsten Jahren zu erwarten ist und wie politisch gegengesteuert werden kann“.