30% BIO UND 50% REGIONALE LEBENSMITTEL IN SALZBURGS KANTINEN
Von einer regionalen Küche in Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern profitieren Gesundheit, Klima, Umwelt und regionale Wirtschaft!
Im Salzburger Landtag wurde heute eine GRÜNE-Initiative für mehr biologische und regionale Lebensmittel in öffentlichen Kantinen bis 2025 einstimmig beschlossen. Konkret wurden Quoten für einen Bio-Anteil von 30 Prozent und für regionale Lebensmittel von 50 Prozent fixiert. „Salzburg ist mit 52 Prozent Biofläche nicht nur in Österreich das Bio-Land Nummer Eins, sondern auch EU-weit die Region mit dem größten Anteil an Bio-Landwirtschaft. In den Kochtöpfen der hiesigen Kantinen spiegelt sich das aber leider noch nicht wieder“, beschreibt der GRÜN-Abgeordnete Simon Heilig-Hofbauer die aktuelle Situation.
Bio-Quoten erhöhen – Regionale Wertschöpfung garantieren
Die GRÜNEN-Initiativen zeigen bereits Wirkung: „Im Salzburger Landesklinikum konnte der Bio-Anteil im letzten Jahr von 11 auf 15 Prozent erhöht werden. Bis Ende dieses Jahres wird an einer Steigerung auf 20 bis 25 Prozent gearbeitet. Dieses Beispiel zeigt, dass es geht“, so Heilig-Hofbauer. „Im nächsten Schritt wollen wir mit dem Ausbau des Bio- und Regionalanteils in die Fläche kommen.“ Der GRÜN-Abgeordnete setzt sich nun für eine Strategie ein, die zusammen mit den Trägern von Krankenhäusern, Pflichtschulen und Kinderbetreuungseinrichtungen erstellt werden soll. „Mit dem heutigen Beschluss machen wir einen großen Schritt in diese Richtung“, freut sich Heilig-Hofbauer. Er ortet große Unterstützung aus der Bevölkerung: „Immer mehr Menschen wollen eine Versorgung mit biologischen Lebensmitteln, möglichst kurzen Transportwegen und Wertschöpfung in der Region“, so der Abgeordnete. Die öffentliche Hand müsse hier mit gutem Beispiel vorangehen und eine Vorreiterrolle einnehmen. Es gelte aber auch, die großen privaten Firmenkantinen mit ins Boot zu holen: „Ich sehe auch dort den starken Wunsch nach einer regionalen und biologischen Versorgung. Gerade durch die COVID-Pandemie denken immer mehr Unternehmen intensiv über ihre Lieferketten nach“.
Wichtige Initiative für Gesundheit, Klima, Umwelt und die regionale Wirtschaft
Heilig-Hofbauer betont, dass die Bedeutung dieser Initiative über den Erhalt der kleinstrukturierten Landwirtschaft hinausgeht. Denn wenn in Krankenhäusern, Pflichtschulen, Kindergärten und Unternehmen gesund und regional gekocht werde, tue das nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Klima, der Umwelt und der regionalen Wirtschaft gut. „Das ist eine Win-Win-Win-Situation für die Bevölkerung, für regionale Arbeitsplätze und nicht zuletzt für den Klimaschutz.“