LAUTE KRITIK AN SPÄTSOMMER-SKIPISTE
„Der frühe Saisonstart ist irrwitzig. Wir brauchen eine Diskussion über eine Begrenzung der Skisaison. Die Skibranche muss klimapolitische Verantwortung übernehmen!“
Für die einen ist es ein cooles Pre-Opening in die Wintersaison, für die anderen ein ökologisch grotesker Frühstart: Kopfschütteln löst der erneut frühe Saisonstart auf der Resterhöhe im Kitzbühler Schigebiet bei über 20 Grad jedenfalls bei den Salzburger Grünen aus: „Offenbar hat man aus der Diskussion letztes Jahr null Komma null gelernt. Kunstschnee mitten in einer Spätsommerlandschaft – sowas sollte es in Zeiten der Klimakrise nicht mehr geben, es ist einfach nur irrwitzig. Dafür haben inzwischen wenigsten Verständnis“, kritisiert der Grüne Klima- und Tourismussprecher LAbg. Josef Scheinast. Er befürchtet, dass solche Aktionen außerdem unserem Image als Tourismusland massiven Schaden zufügen.
Er fordert nun eine offene Diskussion darüber, ob man angesichts der Klimakrise den Saisonstart in den Skigebieten nicht überdenken müsse: „Man muss nicht jeder Nachfrage immer ein Angebot folgen lassen. Auch die Skibranche muss endlich klimapolitische Verantwortung übernehmen“, so Scheinast. Er regt eine Begrenzung der Wintersaison an. Am besten wäre es, wenn sich die Betreiber selbst dazu verpflichten. „Das wäre gut für das Image des Tourismus und fürs Klima sowieso.“