LEHRER*INNEN-MANGEL: NEIN ZU STUDIENVERKÜRZUNG
Der Lernerfolg der Schüler*innen hängt auch von bestens ausgebildeten Pädagog*innen ab. Eine Verkürzung des Studiums lehnen wir daher ab.
„Das Lehramtsstudium einfach zu verkürzen, kann nicht die Antwort auf den Mangel an Lehrpersonal sein“, so die Reaktion des GRÜNEN Bildungssprechers LAbg. Heilig-Hofbauer auf einen solchen Vorstoß der Gewerkschaft. „Der Lernerfolg der Schüler*innen hängt auch von bestens ausgebildeten Pädagog*innen ab. Das Studium zu verkürzen geht aber nicht ohne entsprechende Abstriche bei der Ausbildungsqualität. Wir lehnen das daher ab“, stellt der GRÜN-Abgeordnete klar. Auch das Bildungsministerium habe solche Vorstöße aus diesen Gründen bisher immer abgelehnt. „Inhalte und Arbeitsaufwand lassen sich nicht beliebig zusammenstreichen.“
Evaluierung der Pädagog*innenbildung NEU
Heilig-Hofbauer weist außerdem darauf hin, dass es noch heuer eine Evaluierung der Pädagog*innenbildung NEU geben wird. „Das Bildungsministerium hat die Pädagogische Hochschule St. Gallen mit einem umfangreichen Evaluierungsprozess der Lehrer*innenausbildung in Österreich beauftragt. Aktuell erfolgt die Datenauswertung und -analyse. Erste Ergebnisse sollen noch vor dem Sommer präsentiert werden“, so der GRÜNE Bildungssprecher. „Reformen müssen auf den Ergebnissen dieser Evaluierung aufbauen. Ich erwarte mir hier evidenzbasierte Entscheidungen“.
Jobwechsel für Quereinsteiger*innen erleichtert
Bereits letztes Jahr hat die Bundesregierung ein Gesetzespaket für einen leichteren Quereinstieg in den Lehrberuf auf den Weg gebracht. „Damit wurden einheitliche Regelungen für Quereinsteiger*innen geschaffen. Das neue Modell erleichtert den Einstieg von Personen ohne Lehramtsstudium in den Lehrberuf“, erläutert Heilig-Hofbauer. „In Frage kommen beispielsweise Personen, die fachlich geeignete Studiengänge absolviert haben, etwa ein Englisch-, Deutsch-, Physik- oder auch Geographie-Studium“. Auch auf diesem Wege soll dem Personalmangel entgegengewirkt werden.